Vielfalt statt Gleichwertigkeit. Was Bevölkerungsrückgang für die Versorgung ländlicher Regionen bedeutet.

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Berlin

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ZLB: Kws 13/82

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Abstract

Deutschlands Bevölkerungszahl schrumpft - und zwar besonders in ländlichen Regionen. Denn während selbst in Gegenden mit Bevölkerungsrückgang die Städte häufig noch einigermaßen stabil sind, verlieren die meisten ländlichen Kreise große Teile ihrer Bewohnerschaft. Und das kostet Geld. Ökologisch und ökonomisch ist der Aufwand für die Versorgung weniger verbleibender Menschen verhältnismäßig hoch. Vor allem bei den technischen Infrastrukturen steigen die Pro-Kopf-Kosten, denn der Betriebsaufwand für Strom-, Wärme-, Wasser- oder Telefonleitungen fällt unabhängig von der Nutzerzahl an. Häufig bleibt dabei auch der Ressourcenverbrauch trotz niedrigerer Auslastung gleich hoch. Ähnliches passiert bei sozialen Infrastrukturen, also Krankenhäusern, Schulen oder Supermärkten. Sie lassen sich zwar schließen, wenn eine bestimmte Nutzerzahl unterschritten wird. Doch dann sind insbesondere ältere Einwohner oder Menschen ohne Führerschein abgeschnitten und unterversorgt. Die Politik hat diese Zeichen noch nicht erkannt und es bisher versäumt, einen Ordnungsrahmen für das Gegenteil des Wachstums aufzustellen, für das Kleinerwerden. Die Ungleichwertigkeit (wem das Wort missfällt, der kann auch von "Vielfalt" sprechen) muss Teil der politischen Planung werden. Weil die Mittel begrenzt sind, gefährdet das Dogma von Wachstum und Gleichwertigkeit die Chancen jener Regionen, die sich künftig stabilisieren können.

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76 S.

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