Ambivalenzen der Flexibilisierung. Traditionalisierung in Familien- und Geschlechterbeziehungen in Ostberlin und Brandenburg.

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DE

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Halle/Saale

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1615-4568

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ZLB: 4-2008/1548
IfL: 2001 B 0627 - 89

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FO

Abstract

Theorien der Flexibilisierung teilen häufig die fundamentale Annahme eines sozialen Wandels hin zu mehr Bewegung, Reflexivität und De-Traditionalisierung. Im Gegensatz dazu argumentieren die Autoren, dass Flexibilisierung auch neue Prozesse von Traditionalisierung fördern kann. Anhand von Fallbeispielen aus Ostdeutschland wird beschrieben, wie flexibilisierte Kinderbetreuung sowie ein flexibler Arbeitsmarkt zur Traditionalisierung familiärer Arbeitsteilung beitragen. Diese Prozesse haben eine deutlich gender-spezifische Komponente, die sich in den Überzeugungen und Praxen insbesondere junger Familiengründer widerspiegelt. Während bisherige Studien eine relativ hohe Stabilität alter DDR-Muster bezüglich weiblicher Erwerbstätigkeit und öffentlicher Kinderbetreuung beschreiben, konnte die eigene Untersuchung Tendenzen feststellen, die auf einen langfristigen Wandel dieser habituellen Muster in Ostdeutschland hindeuten. Sowohl im ländlichen als auch städtischen Umfeld finden sich unterschiedlich hohe Grade der normativen Angleichung an ein (westdeutsches) Familienideal des männlichen Brotverdieners, das je nach Zugang zum Arbeitsmarkt differenziell in die tägliche Praxis umgesetzt wird. Diese Umorientierung wird unterstützt durch Institutionen wie Arbeitsagenturen, freie Träger im Bereich der Wohlfahrt sowie durch Arbeitgeber mit einem eher traditionellen Familienverständnis.

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22 S.

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Working papers; 89