Horst Lang. Als der Pott noch kochte... Das Ruhrgebiet in den 60er Jahren. Neuausg.

Schirmer/Mosel
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München

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ZLB: 4-2010/1139

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Abstract

Horst Lang (1931-2001) stammte aus Essen und verbrachte hier sein Leben, ab 1965 als Tatortphotograph bei der Essener Polizei. In seiner Jugend hatte er Albert Renger-Patzsch kennengelernt, und es waren Bernd und Hilla Becher, die in den 1990er Jahren seine Bilder entdeckten und publik machten - ein Zufallsfund der besonderen Art. Die Aufnahmen, die Lang ohne Auftrag, nur der eigenen photographischen Leidenschaft folgend, ab Mitte der 50er Jahre in Essen, Oberhausen, Gelsenkirchen und Umgebung machte, dokumentieren die letzte industrielle Blütezeit des Reviers: rauchende Schlote und qualmende Hochöfen, Zechen, Gruben und Hüttenwerke von gigantischen Ausmaßen, die sich in und zwischen den Städten breitmachten und das Ruhrgebiet zu einem Ballungsraum mit sechs Mio. Einwohnern anwachsen ließen. Langs früher Ahnung, dass die Tage der Montanindustrie an der Ruhr gezählt sind und mit ihrem Ende etwas Unwiederbringliches verloren gehen wird, auch seiner Sympathie mit den Menschen dieser rauen und unwirtlichen, aber vitalen Region verdanken wir suggestive, dabei ganz unsentimentale Bilder von hohem Erinnerungs- und Identifikationswert. Die Neuauflage feiert die Ernennung Essens zur Kulturhauptstadt 2010 mit einem Rückblick auf die noch nicht allzu fernen Zeiten, als der Pott noch kochte.

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160 S.

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