Die Zukunft der Bauwirtschaft in Deutschland. Umfeld, Probleme, Perspektiven.

Olzog
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München

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ZLB: 2007/1112

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Abstract

Die Wiedervereinigung bescherte der Bauwirtschaft in Deutschland noch einmal eine Blütezeit: Der ostdeutsche Nachholbedarf war hoch. Mitte der neunziger Jahre aber war der Einheitsboom vorüber und die Bauwirtschaft geriet in die Krise. Bis 2001 sank ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt auf seinen bisherigen Tiefststand. Ein derart nachhaltiger Rückgang hat angesichts des bislang hohen Produktions- und Beschäftigungsanteils der Bauwirtschaft auch für die Volkswirtschaft insgesamt erhebliche Folgen. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Politik und Öffentlichkeit stellt sich daher die Frage, vie es mittel- und langfristig weitergeht. Die Studie beleuchtet das strategische Umfeld bis 2010 und danach und gelangt zu dem Ergebnis, dass die Bauwirtschaft gesamtwirtschaftlich weiter an Bedeutung einbüßen wird. Ursächlich hierfür ist vor allem eine schrumpfende und alternde Bevölkerungsstruktur, was besonders den Wohnungsbau betrifft. Stabilisierend auf den Baubedarf wirken allerdings Änderungen der Bedürfnisse und der Produktionsstrukturen. Auch ist im Transitland Deutschland mit einem noch weiter steigenden Verkehrsaufkommen zu rechnen. Dies erfordert eine leistungsfähige Infrastruktur. Für deren Finanzierung dürfte der Staat immer weniger aufkommen. Daher muss für eine stärkere private Finanzierung rechtzeitig Vorsorge getroffen werden. Sonst drohen Lücken in der Infrastruktur, die Wachstum und Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft beeinträchtigen und eine weitere Schrumpfung in der Bauwirtschaft nach sich ziehen werden. Vom Wohnungsbau gehen dagegen langfristig, vor allem nach 2010, abnehmende Impulse aus. Hier muss sich die Bauwirtschaft auf eine historisch neue Situation einstellen. Die Zukunft der deutschen Bauwirtschaft wird wesentlich von ihrer Fähigkeit abhängen, sich diesen Entwicklungen anzupassen und neue Chancen zu nutzen. difu

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221 S.

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