Stadtverwaltung im Dritten Reich. Verfolgungspolitik auf kommunaler Ebene am Beispiel Hannovers.

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Hannover

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ZLB: 2006/2678

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DI

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Abstract

Wie wirkten die städtischen Verwaltungen an der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik mit? Trotz zahlreicher Untersuchungen zur NS-Geschichte ist das konkrete Handeln in den Rathäusern vor Ort bisher weitgehend unerforscht. Die Arbeit schließt diese Forschungslücke für die Stadt Hannover. Der Befund: Die Kommune beteiligte sich an der Diskriminierungspolitik in weitaus stärkerem Maße als bisher angenommen wurde. Sie entließ Mitarbeiter aus politischen und "rassischen" Gründen, ließ Menschen zwangsweise sterilisieren, verfolgte Juden und Sinti im Stadtgebiet und beschäftigte Tausende von Kriegsgefangenen. Dabei gingen die städtischen Beamten und Angestellten oft radikaler vor als es die zentralen Vorgaben der NS-Regierung forderten. Der Autor zeigt. dass es - anders als oft behuptet - auf der Handlungsebene keinen Gegensatz von traditionellen Verwaltungen und NSDAP gab. Die Studie leistet damit über den lokalen Rahmen hinaus einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Nationalsozialismus. difu

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168 S.

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Hannoversche Studien; 10