Klimafolgenanalyse und Risiko für eine Küstenzone am Beispiel der Jade-Weser-Region.

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Hannover

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ZLB: 4-2005/1026

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DI

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Abstract

Das Hinterland an der deutschen Nordseeküste wird durch ein System von Küstenschutzelementen vor Überflutung geschützt. Die Bemessung dieser Küstenschutzanlagen erfolgt nach einem deterministischen Konzept, was keine Analyse der Versagenswahrscheinlichkeit des Küstenschutzsystems zulässt. Daher ist auf der Grundlage des deterministischen Verfahrens ein probabilistisches Konzept zur Bemessung von Vorland- und Schardeichen, Hochwasserschutzwänden sowie Kajenanlagen entwickelt worden. Dieses Verfahren der probabilistischen Risikoanalyse ermöglicht nicht nur eine Ermittlung der Versagenswahrscheinlichkeit des Küstenschutzsystems, sondern berücksichtigt zudem die bei einem Versagen auftretenden Überflutungsschäden. Versagenswahrscheinlichkeit und Überflutungsschaden bestimmen schließlich das Sturmflutrisiko einer Küstenzone. Zur Berechnung der Versagenswahrscheinlichkeit werden Methoden zur statistischen Analyse der Belastung des Küstenschutzsystems durch Wasserstand und Seegang vorgestellt. Es wird der Einfluss des Sturmflutscheitels, der Windverhältnisse, der Abmessungen der Deichbruchlücke sowie des Versagenszeitpunkts auf das Überflutungsgeschehen analysiert. Für die überflutungsbedrohten Hinterlandgebiete erfolgt eine mesoskalige Bestimmung des Überflutungsschadens auf der jeweiligen Gemeindeebene. Das Sturmflutrisiko der Küstenzone wird schließlich als Produkt von Versagenswahrscheinlichkeit und Überflutungsschaden berechnet. Das heutige Sturmflutrisiko wird sich bei Klimawandel erhöhen, da dieser einen beschleunigten Wasserstandsanstieg sowie eine Intensivierung des Windes und damit auch einen Anstieg der Seegangsbelastung erwarten lässt. Als Reaktion auf die mit dem Klimawandel verbundene Risikozunahme werden Strategien der Risikominderung, wie die Ertüchtigung bestehender Küstenschutzanlagen bzw. der Aufbau zusätzlicher Schutzlinien, diskutiert. goj/difu

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391 S.

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