Energie. Vorträge anläßlich der Jahresversammlung vom 17. bis 20. Oktober 2003 zu Halle (Saale)

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Halle/Saale

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ZLB: 2005/59

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KO

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Abstract

Während früher naturwissenschaftliche und technische Argumente in Diskussionen über Energiebedarf, -erzeugung und -nutzung bestimmend waren, werden diese heutzutage auf vielfältige Weise durch ökologische, soziale und kulturelle Aspekte verdrängt. Bürgerinitiativen, Umweltgruppen, Medien, Gewerkschaften, Parteien und Kirchen sind am Energiediskurs beteiligt. Dass Energie eine naturwissenschaftliche Basis hat, wird in der Öffentlichkeit kaum noch wahrgenommen. Aus einem naturwissenschaftlich-technischen ist ein gesellschaftswissenschaftlich-kultureller Diskurs geworden. Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Prognosen zum Weltenergiebedarf und zur Energienutzung kann das nicht verwundern. Die Leopoldina nahm das zum Anlass, um auf ihrer Jahresversammlung verschiedene Energieszenarien zu erörtern. Ausgehend von den naturwissenschaftlichen Grundlagen werden sowohl die Auswirkungen der verschiedenen Formen von Energieträgernutzung auf die Umwelt, aber auch Leitbilder, Zielvorstellungen und ethische Prinzipien der Energieversorgung hinterfragt. Im Hinblick auf Komplexität, Globalität und Langfristigkeit des Energiebereiches liefern die Beiträge des Bandes eine auf dem heutigen Erkenntnisstand gegründete wissenschaftliche Standortbestimmung zu Fragen der Energieerzeugung und Energienutzung. Dabei werden Windkraft und Biomasse ebenso ausführlich betrachtet wie Kernenergie und Kernfusion. Die Tendenzen in der Nutzung fossiler Energieträger unterliegen einer kritischen Analyse. Außerdem werden technische Fragen, Solarzellen, Brennstoffzellen, Aufwindkraftwerke, energieeffizientes Gebäudemanagement) und ökonomische Probleme (z.B. Strommarktliberalisierung) umfassend dargestellt. Ein Positionspapier fasst die Sicht der Leopoldina auf die für zukünftige politische, ökonomische und wissenschaftliche Weichenstellungen aktuell bedeutsame Energieproblematik zusammen. difu

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378 S.

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Nova Acta Leopoldina; 91