Berufsbildung, Arbeit und Delinquenz. Bremer Längsschnittstudie zum Übergang von der Schule in den Beruf bei ehemaligen Hauptschülern. Bd. 1.
Juventa
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Juventa
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Weinheim
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Abstract
Fördert Arbeitslosigkeit, Scheitern in der Berufsausbildung oder Erfolglosigkeit im Berufsleben das Begehen von Straftaten? Dieser in Kriminologie und Praxis diskutierten Frage wird in diesem Band nachgegangen. Dargestellt werden die wesentlichen Ergebnisse der Bremer Längsschnittstudie über Abgänger von Hauptschulen und Sonderschulen. In dieser Untersuchung wurde mit 424 Jugendlichen das erste Interview kurz vor ihrem Schulabgang geführt; sie wurden während der folgenden 11 Jahre bis zum Alter von etwa 27 Jahren viermal erneut befragt. Dabei ging es um ihre Bemühungen um Berufsausbildung und um Etablierung im Arbeitsleben im Kontext ihrer weiteren Lebensumstände und deren Bedeutung für selbstberichtete und registrierte Delinquenz. Überraschend dürfte sein, dass die in der Haupt- und Sonderschulzeit begonnene Delinquenz für längere Zeit fortgesetzt wurde, und zwar von erfolgreichen Lehrlingen oft stärker als von Lehrabbrechern. In dem Buch werden die Lebensphasen der Ausbildung, des Übergangs ins Berufsleben und der Arbeitsbiographie einschließlich von Zeiten der Erwerbslosigkeit beschrieben und diese Verläufe auf vielfältige Weise auf mögliche Zusammenhänge mit Delinquenz überprüft. Es zeigt sich, dass sich solche Zusammenhänge kaum finden lassen, während sie in der Vorstellung der Justiz-Praktiker fraglos unterstellt werden und die Strafverfolgung nachweisbar beeinflussen. difu
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264 S.