Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Erste Ergebnisse aus dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS).
Springer
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Springer
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DE
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Heidelberg
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1436-9990
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Abstract
Psychische Probleme im Kindes- und Jugendalter stellen gesundheitliche Beeinträchtigungen mit zum Teil schwerwiegenden Konsequenzen für das individuelle Wohlbefinden sowie die alltägliche und soziale Funktionsfähigkeit dar. Häufig sind diese Probleme auch mit starken Belastungen für das soziale Umfeld verbunden. Im Rahmen des Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) beantworteten die Eltern von 14.478 Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 17 Jahren den Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ), der Verhaltensauffälligkeiten und Stärken in den Bereichen emotionale Probleme, Hyperaktivität, Verhaltensprobleme, Probleme mit Gleichaltrigen und prosoziales Verhalten erfasst. Nach dem SDQ-Gesamtproblemwert sind 11,5 % der Mädchen (M) und 17,8 % der Jungen (J) verhaltensauffällig bzw. grenzwertig auffällig. 92,5 % der Mädchen bzw. 86,3 % der Jungen verfügen über ein adäquates prosoziales Verhalten. Die häufigsten Problembereiche sind Verhaltensprobleme (M = 11,9 %, J = 17,6 %) emotionale Probleme (M = 9,7 %, J = 8,6 %) und Hyperaktivitätsprobleme (M = 4,8 %, J = 10,8 %). Etwa 8,1 % der Befragten mit hohem sozioökonomischem Status, 13,4 % der mit mittlerem und 23,2 % der mit niedrigem Sozialstatus zeigen Hinweise auf psychische Probleme. Kinder mit Migrationshintergrund sind häufiger betroffen als Kinder von Nicht-Migranten. Die Resultate betonen die Notwendigkeit, beginnende psychische Probleme frühzeitig zu erkennen und ihnen präventiv zu begegnen. Insbesondere nur schwer erreichbare Gruppen wie z. B. sozial Benachteiligte oder Kinder mit Migrationshintergrund müssen hierbei berücksichtigt werden.
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Bundesgesundheitsblatt
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Nr. 5/6
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S. 784-793