Jugendhilfe als Prävention. Die Refiguration sozialer Hilfe und Herrschaft in fortgeschritten liberalen Gesellschaftsformationen.
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DE
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Bielefeld
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DI
EDOC
EDOC
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Abstract
Im Zentrum der Arbeit steht die Analyse zentraler Veränderungen der Organisations- und Leistungserbringungsrationalitäten der Jugendhilfe. Jugendhilfe wird dabei als ein die Belange der nachwachsenden Generation fokussierender Bestandteil Sozialer Arbeit und somit als eine personen- und entwicklungsbezogene, institutionalisierte Form der politischen Regulierung und Konstitution 'des Sozialen' verstanden. Die Veränderungen der Jugendhilfe werden vor dem Hintergrund zeitgenössischer Transformationsdynamiken zweier für sie wesentlicher Felder, dem 'Feld des Sozialen' und dem 'Feld der Kontrolle', analysiert. Beide Felder, so die zentrale These, sind ähnlichen Prozessen einer - teilweise paradoxen - 'Entstaatlichung' unterworfen. Diese schlagen sich in verschiedenen Formen einer 'Ökonomisierung', in einem Einzug 'managerialistischer Logiken' in die Organisation von Institutionen sowie in einer verstärkten Verantwortungszuschreibung an individuelle wie 'kollektive Subjekte' nieder. Verbunden mit diesen Dynamikenrücken in beiden Feldern Rationalitäten in den Mittelpunkt, die sich zwar weiterhin auf die Bearbeitung von individuellen und kollektiven Risiken, Lebensführungsproblemen sowie von Problemen der Erzeugung sozialer Koproduktion, Solidarität und Vertrauen richten, sich aber zunehmend 'jenseits des Staates' vollziehen. In diesem Kontext gewinnen das 'Humankapital' einzelner Akteure und das 'soziale Kapital' territorial verorteter Gemeinschaften und damit die beiden zentralen Macht- und Steuerungsmittel sozialpädagogischer Interventionen substanziell an Bedeutung für eine neue Form der 'Governance' des Sozialen. Für die Jugendhilfe implizieren diese Verschiebungen nachhaltige Auswirkungen hinsichtlich ihrer Denk- und Handlungsstrategien, ihrer Technologien, ihrer Teleologien sowie ihres Ethos, oder kurz eine Refiguration und Verschiebung des Verhältnisses sozialer Hilfe- und Herrschaftsdimensionen der Jugendhilfe.
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941 S.