Sektorale Institutionensysteme und die Governance kulturlandschaftlicher Handlungsräume. Eine institutionen- und steuerungstheoretische Perspektive auf die Konstruktion von Kulturlandschaft.

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Heidelberg

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0034-0111

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ZLB: 4-Zs 237
BBR: Z 700
IRB: Z 1003
IfL: I 378 - 2010,4 / I 378 - 2010,4 (2.Ex.)

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Abstract

Ziel des Beitrags ist es, Debatten um die gesellschaftliche Konstruktion von Kulturlandschaften durch eine auf kollektive Phänomene orientierte politikwissenschaftliche Perspektive zu bereichern. Dazu wird der konzeptionelle Bezug zwischen der gesellschaftlichen Konstruktion von Kulturlandschaft sowie den Theorieansätzen der Institutionen- und Governance-Forschung, die in einem dualistischen Verhältnis zueinander stehen, erörtert. Die empirische Befassung mit der gesellschaftlichen Konstruktion von Kulturlandschaften erfolgt auf zwei Empirie-Ebenen: auf der Ebene der sektoralen Institutionensysteme (Naturschutz, Denkmalpflege, ländliche Entwicklungspolitik, Tourismuspolitik, Raumplanung) im Mehrebenensystem sowie auf der regionalen Ebene kulturlandschaftlicher Handlungsräume, in denen die sektoralen Politikansätze wirksam werden. Im Verhältnis der beiden Empirie-Ebenen ist zu erkennen, dass sich Systemlogiken sektoraler Institutionensysteme auf der Ebene kulturlandschaftlicher Handlungsräume relativieren. Sie stellen zwar in Form von Gesetzen und Förderprogrammen relevante Gelegenheitsstrukturen für regionales Akteurshandeln bereit, die sektoralen Systemlogiken relativieren sich aber aufgrund der Existenz regionaler informeller Institutionen: Raumbilder, Traditionen oder Zuschreibungen regionaler Eigenart bestimmen das Handeln in Großschutzgebieten, Kulturlandschaften des UNESCO-Welterbes, Regionen der integrierten ländlichen Entwicklung oder Tourismusregionen stärker als zentrale formelle und informelle Institutionen. Der Beitrag stellt ausgewählte Governance-Formen vor, die spezifisch für die Konstituierung kulturlandschaftlicher Handlungsräume sind, und in strategischer Weise regionale informelle Institutionen bestätigen oder (re-)strukturieren. Dazu gehören die Kommunikation über historische oder bedrohte Landschaftszustände, die Schaffung von Themenorten, die regionale Markenbildung sowie die Erfindung bzw. Reaktualisierung regionaler Traditionen. Kollektive Akteure nutzen regionale informelle Institutionen als Basis ihres Handelns. Dies kann auch als strategischer Essenzialismus bezeichnet werden.

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Raumforschung und Raumordnung

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Nr. 2

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S. 147-160

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