Wandern gegen den Strom. West-Ost-Migration in Deutschland seit 1990.
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Datum
2011
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DE
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Berlin
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Zusammenfassung
Zwischen 1991 und 2006 sind nicht nur 2,5 Mio. Menschen aus Ost- nach Westdeutschland abgewandert, sondern auch 1,5 Mio. Menschen von West- nach Ostdeutschland gezogen. Diese Gegenstromwanderung erfolgte weitgehend unbeachtet von Öffentlichkeit und Wissenschaft. Die Arbeit, die sowohl quantitative als auch qualitative Daten nutzt, beleuchtet zunächst, wie sich die Bevölkerungsstruktur der neuen Länder durch die Binnenfernwanderungen zwischen den ost- und westdeutschen Bundesländern verändert hat. Danach werden die Motive für die Migration aus den alten in die neuen Bundesländer, die individuellen Auswirkungen dieser Wanderung für die Migranten sowie Möglichkeiten, diesen interregionalen Zuzug in die neuen Bundesländer regionalpolitisch zu fördern, untersucht. Über 50 % der Zuwanderer in die neuen Länder sind Rückkehrer, die zuvor schon einmal in Ostdeutschland gelebt haben. Am Beispiel der Stadt Leipzig wurden auf der Grundlage von Leitfadeninterviews drei Hauptwanderungsmotive ermittelt: Arbeit bzw. Ausbildung, soziale Motive und Lebensqualität. Die Zuwanderung sowohl von Neuzuziehenden als auch von Rückkehrern ist zumeist auf mehrere gleichwertige Motive zurückzuführen und nicht, wie vielfach angenommen, hauptsächlich ökonomisch motiviert. Es wurden vier Typen von Migranten identifiziert: die Arbeitsmigranten, die jungen "Alleswoller", die mitziehenden Migranten und die lebensqualitätsorientierten Migranten. Die Arbeit schließt mit Vorschlägen für die regionalpolitische Förderung des Zuzugs in die neuen Länder.
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Ausgabe
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
220 S.