Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum Deutschlands: Eine GIS gestützte Analyse am Beispiel der Entwicklung in Baden-Württemberg.

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Freiburg/Breisgau

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DI
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Abstract

Um ein finanziell stabiles und effizientes, stationäres Versorgungsnetz betreiben zu können, wurden in den vergangenen 15 Jahren etwa 15% der Krankenhäuser geschlossen und ein weiterer Abbau um 20% in den nächsten fünf bis zehn Jahren ist laut Expertenmeinungen erforderlich. In zentralen Orten, Agglomerationsräumen und anderen Aktivräumen ist eine geringere Zahl an Klinikaufgaben zu erwarten. Im Gegenzug sind vermehrte Schließungen mit eventuellem Verlust des gesamten Krankenhausstandortes in ländlichen strukturschwachen Gebieten abzusehen. Diese Folgerung kann aus der Tatsache einer zunehmenden Vermarktwirtschaftlichung des Krankenhaussektors gewonnen werden. Im Vergleich der Krankenhauslandschaft von 1992 mit 2005, die graphisch durch GIS-Karten unterstützt wird, sollen Lücken im System flächendeckender Krankenhausversorgung aufgedeckt und die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs aufgezeigt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Verschiebung in der traditionellen Ausrichtung nach zentralen Orten und einer wohnortnahen Positionierung einzelner Häuser hin zu einer marktwirtschaftlichen Ausrichtung an Agglomerationsräumen und Ballungszentren als Gunsträume nicht verleugnet werden kann. Neue Standortmuster entstehen dabei aber nicht durch neue Errichtung neuer Standorte, sondern durch ungleichen Rückzug und Abbau vorhandener Krankenhäuser. Die Arbeit sensibilisiert anhand des aufgezeigten status quo, das Gesundheitssystem als Prozess zu verstehen. Ein Prozess der sich in ständigem Wandel befinden muss, um eine bedarfsgerechte Versorgung auch in Zukunft jederzeit zu gewährleisten. Ein Vorgang der unweigerlich mit der Dichte des Versorgungsnetzes und der Standortfrage verknüpft ist.

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XX, 109 S.

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