Steigende Verkehrskosten - soziale und räumliche Dimension.
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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DE
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Bonn
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0303-2493
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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
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Abstract
Unser von hoher Motorisierung geprägtes und distanzintensives Leben stößt an seine Grenzen und ein Wandel steht bevor. Einerseits steigen insgesamt die Kosten für die Mobilität, nicht nur wegen steigender Ölpreise, sondern auch durch steigende Kosten beim Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig haben die privaten Haushalte immer weniger Geld für Mobilität zur Verfügung, weil die Realeinkommen sinken, anderweitige Ausgaben für die Alterssicherung, für Gesundheit, Bildung usw. steigen und prekäre Arbeitsverhältnisse zunehmen. Aufgrund des demographischen Wandels wird der Anteil an Erwerbsfähigen und -tätigen au der Gesamtbevölkerung deutlich schrumpfen und der Anteil an Ärmeren und von Armut bedrohten Gruppen künftig zunehmen. Diese sozialen Disparitäten stehen wegen der entfernungsintensiven Alltagsgestaltung in Wechselwirkung mit räumlichen und siedlungsstrukturellen Differenzen. So ist die Sicherung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nur über ein hohes Maß an Verkehrsbeteiligung möglich. Vor allem in ländlichen Regionen verschärfen sich hierdurch ökonomisch prekäre Situationen, da dort nicht nur die Wege weiter sind, sondern auch die gesamten Mobilitätsausgaben - Kosten für Mehrfachmotorisierung des Haushalts, Unterhalt und Nutzung - höher ausfallen. Im Hinblick auf die künftige Sicherung des hohen Grades an Mobilität ist eine staatlich subventionierte Verlängerung des derzeitigen Status quo keine Lösung, vielmehr muss Mobilität neu gedacht und ein Wechsel von der Verkehrspolitik hin zur zukunftsfähigen postfossilen Mobilitätspolitik vollzogen werden. Eine zukunftsfähige Mobilität aller basiert auf einer Veränderung des Mobilitätsverhaltens und erfordert andere Aktivitäten und Raumnutzungen, andere Fortbewegungsformen und andere Distanzen. Sie ist daher vor allem eine kulturelle, gesellschaftspolitische Frage und nicht nur eine der technischen Machbarkeit.
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Informationen zur Raumentwicklung
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Nr. 12
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S. 813-821