Nachhaltigkeit von Investitionsentscheidungen in der Wohnungswirtschaft Nordrhein-Westfalens. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung.

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Dortmund

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EDOC

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Die empirische Untersuchung geht der Frage nach, welche Methoden und Instrumente die Wohnungswirtschaft anwendet, um ihre Wohnungsbestände, die zu großen Teilen aus der Nachkriegszeit stammen, strategisch zu bewerten und zu entwickeln und aufgrund welcher Sachverhalte Investitionsentscheidungen getroffen werden. Angesichts der umrissenen sozialen, ökologisch-energetischen und wirtschaftlichen Anforderungen sollte auch die Frage beantwortet werden, welche Bedeutung Nachhaltigkeitsaspekte für die Wohnungswirtschaft haben. Eine Forschungsthese war, dass sich die traditionellen Geschäftsmodelle der Wohnungswirtschaft, deren ureigenes Betätigungsfeld über Jahrzehnte vor allem die Bereitstellung preiswerten Wohnraums für breite Bevölkerungsschichten war, zurzeit zum Teil gravierend verändern und damit auch das Rollenverständnis in den Unternehmen. Die empirische Untersuchung (Oktober 2007 bis Juni 2008) kombiniert eine quantitative Online-Umfrage bei 526 Wohnungsunternehmen in NRW mit qualitativer Methodik. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Wohnungswirtschaft in NRW zurzeit auf Erhalt und Entwicklung der vorhandenen Bestände konzentriert und eine Fülle von Methoden und Instrumenten einsetzt, um ihre strategischen Entscheidungen sinnvoll treffen zu können. Zunehmend setzt sich jedoch die Erkenntnis durch, dass die Unternehmen mit der Modernisierung des Wohnungsbestandes auch städtebauliche Aspekte einbeziehen müssen und sie sich eine aktivere Rolle innerhalb der Kommunen erschließen müssen. Die Untersuchung der nutzerbezogenen Umsetzungsstrategien zeigt das Potenzial, das für die Wohnungswirtschaft in der Anwendung (nicht-traditioneller) neuer Instrumente zur Bestandsentwicklung liegt.

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97 S.

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ILS-Forschung; 1/09