Von der Entdeckung des Ozons bis zum Ozonloch. Disziplinäre Verankerungen theoretischer Erklärungen.

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Berlin

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ZLB: 4-2009/836

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Abstract

Die Studie rekonstruiert die Entwicklung der stratosphärischen Ozonforschung von der Entdeckung des Ozons 1839 bis zum Nachweis, zur Erklärung und zum angestrebten Stopp des katalytischen Ozonabbaus und der Rückbildung des antarktischen Ozonlochs. Sie resümiert die wesentlichen die Ozonforschung konstituierenden Themen, Erfahrungsgegenstände, Methoden, Erklärungen, Modelle, Theorien und deren Entwicklung, zeigt etwaige wissenschaftliche Kontroversen und ihre Schließungen auf, arbeitet die Grundstruktur dieser problemorientierten Forschung und ihre Einbettung in die Klimaforschung, einschließlich ihrer sozialen Strukturmerkmale, heraus und erörtert die disziplinären Bezüge und Verankerungen der in ihr genutzten oder entwickelten Theorien. Als entscheidende Strukturmerkmale problemorientierter Ozonforschung und ihrer disziplinären Verankerungen lassen sich festhalten: Für die lange Zeit eher akademisch geprägte stratosphärische Ozonforschung wurde nach 1970 ein sozial definiertes praktisches Problem Hauptbezugspunkt, nämlich das Risiko eines anthropogen verursachten Ozonabbaus. Die als hinreichend angesehene Erklärung eines konkreten (sozial definierten) Phänomens wie z.B. des Ozonlochs erfolgt durch eine typisch problemorientierte Kombination verschiedener wissenschaftlicher Theorien unterschiedlicher disziplinärer Provenienz.

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84 S.

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Schriftenreihe des IÖW; 190