"Ich versuche immer, das Beste daraus zu machen." Akademikerinnen mit Migrationshintergrund: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen und biographische Erfahrungen.

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Berlin

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ZLB: 2009/1450

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DI

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Wenn es um Frauen mit Migrationshintergrund geht, wird in Deutschland vorwiegend über patriarchale und gewalttätige Väter und Brüder, über Ehrenmorde und Zwangsheirat, über Kopftuch und Unterdrückung debattiert. Wie sieht es jedoch mit Migrantinnen aus, die eine erfolgreiche Bildungskarriere gemacht und sich einen ihrer Qualifikation angemessenen Arbeitsplatz gesichert haben? Sie bleiben im öffentlichen Diskurs weitgehend unsichtbar, auch wenn gerade sie als Vorbilder für die viel beschworene Integration gelten könnten. Die Studie gibt einen Einblick in die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in die die Werdegänge dieser Akademikerinnen eingebettet sind, in die biographischen Erfahrungen, die sie gemacht haben, und in die Rolle von Personen und Institutionen, die ihre Bildungs- und Berufskarrieren beeinflusst haben. Veranschaulicht wird dies anhand acht biographischer Porträts von Akademikerinnen mit iranischem und türkischem Hintergrund. Die Ergebnisse belegen vor allem eines: Die befragten Migrantinnen haben es häufig nur mit großem Aufwand, besonderer Hartnäckigkeit und einem gut funktionierenden sozialen Netzwerk geschafft, das Abitur abzulegen, einen Hochschulabschluss zu erwerben und sogar zum Teil noch eine Berufsausbildung zu absolvieren. Oft waren es Einzelpersonen, die die entscheidenden Impulse für ihre schulische und berufliche Weiterentwicklung gaben. Im Umkehrschluss machen die Biographien jedoch auch eindrucksvoll auf die besonderen rechtlichen und institutionellen Hürden und nicht selten auf Vorurteile und Stereotypen der Mehrheitsgesellschaft aufmerksam, mit denen die Migrantinnen umgehen mussten, um ihre Ziele erreichen zu können.

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365 S.

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Migrationsforschung; 2