Mies van der Rohe als Gartenarchitekt. Über die Beziehung des Außenraums zur Architektur.
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DE
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Berlin
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0173-0495
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ZLB: 4-2008/2849
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DI
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Abstract
Die Arbeit würdigt Mies van der Rohe als Gartenarchitekt. Entgegen der gängigen, begrenzten Sichtweise, Architektur aus dem Baukörper heraus zu interpretieren, werden anhand sieben ausgewählter Projekte seine Bauten und Außenanlagen als Gesamtensemble analysiert. Ausgehend von repräsentativen Objekten werden Innen- und Außenräume, Gebäude und Freiflächen sowie Garten- und Landschaftsräume in ihren Bezügen zueinander erstmals systematisch betrachtet und untersucht. Dabei zeigt sich, dass die Charakteristika seines modernen Werkes ihre Wurzeln in seinem 'Frühwerk' haben. Haus und Garten sind nach den Anforderungen der deutschen Reformbewegung konzipiert. Der Weg, den Mies mit Haus Riehl (1906/1907) eingeschlagen hatte, setzte er in den weiteren Projekten fort. Er griff auf jene Elemente von Schinkels Repertoire zurück, die nicht im Widerspruch zu den Prinzipien der Reformbewegung standen. Aus dessen, optischen und räumlichen Beziehungen schöpfte Mies sein 'virtuelles' und 'physisches' Achsen-System, das Gartenbereiche und Hausensemble mit dem Landschaftsraum in Beziehung brachte. Mies nahm bereits in seinem avantgardistichen Landhaus aus Eisenbeton Prinzipien seines Frühwerks wieder auf und erweiterte sie. Die Idee der Bewegung als Gestaltungselement und die Blickachsen, die verschiedene 'Szenen' eines Landschaftsparks untereinander verbanden, wurde nun ins Innere des Hauses übertragen. Bewegung, Licht und Zeit als konzeptionelle Bestandteile traten ab dem Landhaus aus Backstein in seine Architektur ein und fanden im Barcelona Pavillon ihren kongenialen Ausdruck. Mit seinen optischen Systemen, der besonderen Raumerfahrung und der Einbeziehung der Wahrnehmung als Element der Gestaltung, leistete Mies als Erbe Schinkels und Lennés einen herausragenden Beitrag, der über seine Zeit hinauswies.
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192 S.
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Landschaftsentwicklung und Umweltforschung; S 17