Genossenschaftsbauern im ostdeutschen Transformationsprozeß. Fallbeispiele aus Brandenburg.
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Datum
2004
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Herausgeber
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Bonn
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ISSN
ZDB-ID
Standort
ZLB: 2007/2600
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
DI
Autor:innen
Zusammenfassung
Die ostdeutsche Landwirtschaft nimmt in der Systemtransformation eine Sonderrolle ein. Es kam nicht zu einer Übernahme der westdeutschen Agrarstruktur und Leitbilder, wofür zwei Punkte von entscheidender Bedeutung waren: die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGen) mit ihrem genossenschaftlichen Eigentum und der sozialstrukturelle Wandel der ländlichen Gesellschaft in der DDR zur Klasse der Genossenschaftsbauern. Das genossenschaftliche Eigentum unterstand im Gegensatz zum Volkseigentum nicht der Treuhand, sondern der Verfügungsgewalt der Genossenschaftsmitglieder selbst. Die Arbeit zeigt an Hand von Fallbeispielen aus Brandenburg, dass die ehemaligen Genossenschaftsbauern keinen kollektiven Transformationsprozess beschritten. Aus Alters- oder Gesundheitsgründen schied bis 1996 gut ein der Drittel der ehemaligen Genossenschaftsbauern aus dem Erwerbsleben aus. Für knapp ein Fünftel führte der Weg aus den LPGen nicht wieder zurück auf den ersten Arbeitsmarkt. Insgesamt waren 42 Prozent der Untersuchungsgruppe auch im Jahr 1996 erwerbstätig: 17 % waren weiter bei der Agrargenossenschaft beschäftigt, 22 % hatten außerhalb der LPG/Genossenschaft wieder eine Anstellung gefunden und drei Prozent den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Bei der Analyse zeigt sich, dass Statusverluste in Folge der Verdrängung vom ersten Arbeitsmarkt und Berufswechseln in statussubäquivalente Positionen die deutliche Mehrheit aller Positionsveränderungen ausmachen. Rund die Hälfte der erwerbsfähigen ehemaligen Genossenschaftsbauern mussten sich in einer statusniedrigeren Position einrichten. In einer statusadäquivalenten Position konnten gut zwei Drittel aller Erwerbstätigen verbleiben.
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Schlagwörter
Zeitschrift
Ausgabe
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
311 S.