Die nationalen Umweltzeichen. Zur Entstehung einer globalen Tradition.

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Weimar

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ZLB: 4-2008/1175

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DI
EDOC

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Abstract

Die Arbeit erschließt die derzeit weltweit vergebenen nationalen Umweltzeichen. Dabei steht die gestalterisch-formale und inhaltliche Standortbestimmung, Analyse und Interpretation der Zeichenfamilie im Vordergrund. Teil I unterwirft den Untersuchungsgegenstand einer semiotischen Analyse und diskutiert die Umweltzeichen im Kontext von graphischen Zeichen, Markenzeichen, Piktogrammen und Emblemen. Ein kurzer Abriss der Geschichte von Natur- und Welt-, d.h. Globusdarstellungen lotet den Bildervorrat aus, auf den zur Darstellung von "Umwelt" zurückgegriffen werden kann. Das Umweltzeichen-Design arbeitet mit den rhetorischen Figuren des pars pro toto bzw. des totum pro parte, um die kulturelle Einheit von "Umwelt" und "Umweltschutz" graphisch zu fassen. Teil II besteht aus der ikonographischen Analyse und ikonologischen Interpretation aller nationalen Umweltzeichen. In 30 Kapiteln werden für jedes Zeichen Informationen zu Design und Designer, Entstehungsjahr, Abbildungsvorschriften und Intentionen der Vergabeinstitutionen zusammengestellt und die Vor-Bilder und Hintergründe zu einer ikonographisch-ikonologischen Deutung zusammengetragen. Insbesondere für die in der Arbeit detaillierter analysierten Zeichen aus Deutschland, Japan, Kanada, den USA, Österreich und Skandinavien ermöglicht die Untersuchung tiefe Einsichten in die Kulturgeschichte des jeweiligen Vergabelandes. Erkenntnisinteresse der Arbeit ist für jedes einzelne Zeichen die Entschlüsselung des (inter)kulturellen Bildgedächtnisses zum Thema "Umweltschutz" vor dem Hintergrund der Herkunftskultur und ihrer nationalen Mythen. Neue nationale Umweltzeichen werden mehr und mehr aus dem Bildervorrat bestehender Umweltzeichen geschaffen. Die synchrone Vernetzung der Zeichen tritt gegenüber der diachronen Verankerung im Bildervorrat der Herkunftskultur immer stärker in den Vordergrund. Obwohl international einheitliche Gestaltungsrichtlinien fehlen, entsteht so eine globale Zeichentradition. Angesichts insbesondere des Designs und Re-Designs asiatischer Zeichendrängt sich abschließend die Frage auf, ob die eigentliche Zielgruppe der nationalen Umweltzeichen noch der einheimische Konsument ist oder ob - insbesondere in den Schwellenländern - die nationalen Umweltzeichenprogramme zum außenpolitischen Instrumentarium geworden sind.

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297 S.

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