Not am Mann. Von Helden der Arbeit zur neuen Unterschicht? Lebenslagen junger Erwachsener in wirtschaftlichen Abstiegsregionen der neuen Bundesländer.

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Berlin

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ZLB: 2007/1831

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FO
EDOC

Abstract

Jedes Jahr kehren weit mehr Menschen den neuen Bundesländern den Rücken als sich dort neu niederlassen. Hinter diesem Verlust verbirgt sich ein neues Phänomen: die überproportionale Abwanderung junger Frauen. In der Folge ist mittlerweile ein erheblicher Überschuss an Männern in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen entstanden. Besonders betroffen sind periphere, wirtschafts- und strukturschwache Regionen. Dort fehlen bis zu 25 Prozent der jungen Frauen - und entsprechend mehr Männer sind zurückgeblieben. Was sind ihre Motive? Worin unterscheiden sie sich? Warum entscheiden sich Männer viel häufiger gegen die Abwanderung? Entsteht durch den Männerüberschuss eine patriarchalische Jugendkultur, die Frauen zusätzlich zur Abwanderung treibt? Treibt der Frauenmangel die Männer ins rechte Lager oder beeinflusst er die Kriminalitätsrate? Verändern sich die Geschlechterrollen oder wirkt sich das zahlenmäßige Missverhältnis von Frauen und Männern gar nicht auf den sozialen Alltag aus? Für die Untersuchung zunächst zwei charakteristische Orte aufgesucht, um die Verhältnisse im Zusammenleben zu beobachten und qualitativ zu beschreiben. Anschließend werden mögliche Hintergründe für die zum Teil problematische Lage diskutiert. Mithilfe statistischer Methoden werden diese Vermutungen auf ihre Plausiblität überprüft und die Beobachtungen vor Ort mit Daten über die soziale, demografische und wirtschaftliche Situation abgeglichen. So lässt sich zeigen, ob die subjektiven Beobachtungen mit der objektiven Lage in Einklang stehen. Verschiedene Thesen - etwa zur Entwicklung der Kriminalität oder des Wahlverhaltens - werden auf Stimmigkeit untersucht. Am Ende gibt die Arbeit Empfehlungen, wie der problematischen Lage abzuhelfen wäre. goj/difu

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80 S.

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