Regionale Disparitäten in der Wohnungsversorgung - noch ein Problem?
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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DE
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Bonn
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0303-2493
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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
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Abstract
Seit den späten 1990er Jahren differenzieren sich die Wohnungsteilmärkte sektoral und regional stärker aus. Sektoral zeigt sich die Ausdifferenzierung der Märkte in erster Linie an unterschiedlichen Entwicklungspfaden der Märkte für Geschosswohnungen und Eigenheime. Quer zu den Teilmarktunterschieden haben sich auch erhebliche regionale Disparitäten zwischen den Regionen herausgebildet. Angesichts dessen liegt es nahe, hinsichtlich der Wohnungsversorgung der Haushalte ebenfalls größere regionale Disparitäten zu erwarten. Die Wohnungsversorgung hat bundesweit ein hohes Niveau erreicht, unterliegt jedoch ebenfalls deutlichen regionalen Streuungen. Allerdings spiegeln diese Unterschiede nicht die, großräumige Ausdifferenzierung der Wohnungsmärkte wider. Weder haben hohe Leerstände und niedrige Preise zu Schrumpfungsrenditen in Form von besserer oder günstiger Wohnungsversorgung geführt, noch bewirken hohe Preise eine Einschränkung bei der Wohnungsversorgung. Im Gegenteil: Die entspannten Märkte Ostdeutschlandsund des Ruhrgebiets fallen z.T. durch niedrige Wohnflächen pro Kopf und niedrige Eigentümerquoten auf. Eine Erklärung für die Nivellierung der Wohnungsversorgung trotz enormer Preisunterschiede liefern die großen regionalen Kaufkraftunterschiede. Bei allen untersuchten Merkmalen übertreffen die siedlungsstrukturellen Unterschiede, hier vor allem die zwischen Stadt und (Um-)Land, wie auch die sozioökonomischen Unterschiede der Haushalte die großräumigen Disparitäten bei weitem. Mit dem insgesamt erreichten hohen Niveau der Wohnungsversorgung und angesichts der demographischen Entwicklung verändern sich die Prämissen und Handlungsoptionen der Wohnungspolitik. Sie wird sich der Erhaltung der Bestände und der Umfeldqualitäten widmen, gleichzeitig aber auch die Bezahlbarkeit des Wohnens - insbesondere der unteren Einkommensklassen - im Blick behalten müssen. difu
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Informationen zur Raumentwicklung
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Nr. 6/7
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S. 345-354