Der Energieversorger Badenova und sein Beteiligungsmodell "kompas".

Gemeindetag Baden-Württemberg
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Gemeindetag Baden-Württemberg

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Stuttgart

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ZLB: 4-Zs 1723
BBR: Z 333

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Abstract

Unter Mitwirkung von Bürgermeistern und Experten der Verwaltungshochschule Kehl hat der Freiburger Energie- und Umweltdienstleister Badenova AG das Beteiligungsmodell "Kommunale Anteilspartnerschaft (kompas)" entwickelt, das in dem Beitrag vorgestellt wird. Das Modell sieht vor, dass jede Kommune, die mit dem Unternehmen eine Erdgas und/oder Stromkonzession abgeschlossen hat, Mitgesellschafter werden kann. Die mögliche Höhe der Beteiligung bemisst sich nach dem Wert der Konzessionen, der nach einem einheitlichen Schlüssel ermittelt wird. Die Beteiligung setzt sich zusammen aus einem Kommanditanteil und einer stillen Beteiligung, für die eine Mindestrendite garantiert wird. Weil das Modell "kompas" nahezu zeitgleich mit der etwa seit dem Jahr 2008 einsetzenden Rekommunalisierung der Energieversorgung angeboten wurde, haben Kritiker es anfänglich für eine strategische Reaktion auf die Hinwendung zur kommunalen Eigenversorgung gehalten, die die Gründung von Stadtwerken behindert. Doch inzwischen gibt es mehr als 75 kommunale Anteilseigner. Im Kern sind es fünf starke Anreize, die die Kommunen zur Teilnahme bewegen: Es sind die finanzielle Attraktivität, der ökologische Kurs, die regional vernetzte Zusammenarbeit, die kommunale Ausrichtung und die Mitsprachemöglichkeiten auch für kleine Gemeinden. Auch sind eigene Stadtwerke kein Hinderungsgrund für die Teilnahme. Beispielsweise betreiben die Gemeinden Gegenbach und Klettgau im Südschwarzwald eigene Stromstadtwerke und sind gleichzeitig über die Erdgaskonzession in das "kompas"-Modell eingestiegen. Selbst ein kommunaler Zweckverband kann auf diesem Wege Anteilseigner werden.

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Die Gemeinde

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Nr. 8

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S. 302-303

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