Gentrifizierung - Risiko und Chance zugleich. Gesellschaftlicher Wandel und Mobilitätsverhalten - oder wie wir zukünftig wohnen werden.
Hammonia
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Hammonia
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DE
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Hamburg
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0939-625X
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ZLB: 4-Zs 613
BBR: Z 143
BBR: Z 143
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Abstract
Gentrifizierung beschreibt die Aufwertung eines Wohngebietes oder Stadtteiles in sozialer und städtebaulicher Hinsicht. Damit einher geht nicht selten objektiv, vor allem aber auch subjektiv empfunden, die Verdrängung einer statusniedrigeren Bevölkerung durch eine statushöhere Bevölkerung. Dies spiegelt sich an Einkommen, Ausbildung, Bildung und gesellschaftlicher Verankerung. Risiken und Chancen dieser Entwicklung werden in Deutschland in zunehmendem Maße in den großen Städten und Metropolregionen sichtbar. In Deutschland sind das der Großraum Frankfurt, München, die Rhein-Ruhr-Schiene mit Düsseldorf und Köln, die Achse Leipzig-Dresden, der Großraum Berlin, die Metropolregion Hamburg und darunter eine Vielzahl sich in Clustern herausbildende Kernregionen mit leistungsfähigen mittleren und kleinen Großstädten. In dem Beitrag werden beispielgebend Gentrifizierungsprozesse in Hamburg beschrieben. Einführend werden soziodemographische und sozioökonomische Veränderungen der Hamburger Privathaushalte thematisiert. Bei der Revitalisierung und Entwicklung von innerstädtischen Stadtteilen wie Neustadt, Schanzen- und Carolinen-Viertel, Sankt Georg, Sankt Pauli und Teilen von Altona wurde in den letzten Jahrzehnten weitsichtig gehandelt und das Meiste richtig gemacht. Heruntergekommene Quartiere mit tief greifenden strukturellen, städtebaulichen und sozialen Defiziten entwickeln einen selbst tragenden Aufschwung und werden zu bevorzugten Wohnlagen. Eine Vielzahl begleitender Maßnahmen hat einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet, den Wandel in den Stadtteilen sozial abzufedern. Dennoch sind die Mieten stark unter Druck geraten. Hier findet Gentrifizierung statt, während Stadtteile wie Billstedt, Jenfeld, Neu-Allermöhe, Steilshoop und Osdorfer Born eher von sozialer Abkoppelung und Segregation bedroht sind. Abschließend wird festgehalten, dass Integration versus Segregation die bleibende Herausforderung der Stadtentwicklungspolitik ist und dass die Lösungen mit Sicherheit nicht innerhalb der einzelnen stark nachgefragten Gebiete liegen, sondern in der Entwicklung der Gesamtstadt in städtebaulicher, infrastruktureller und sozialer Hinsicht.
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Journal
Die Wohnungswirtschaft
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Nr. 3
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S. 26-29