Die Belebung ehemaliger Warenhausstandorte.

Luchterhand
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Luchterhand

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Köln

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0038-9048

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ZLB: 4-Zs 345
BBR: Z 212

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Abstract

In der Einzelhandelsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland haben Waren- und Kaufhäuser für die Attraktivität der Innenstädte eine bedeutende Rolle gespielt und sich vielerorts zu wichtigen Magnetbetrieben für kleinteilige Fachgeschäfte entwickelt. Seit 1994 hat sich die Zahl der Warenhäuser in Deutschland halbiert. Den rund heute noch geöffneten stehen ebenso viele in diesem Zeitraum geschlossene Standorte gegenüber. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle zwischen 1994 und 2008 aufgegebenen Warenhausstandorte inzwischen wieder genutzt. Allerdings sind längerfristige Nachnutzungen vielfach baulich noch nicht umgesetzt. 94 Prozent der Standorte werden weiterhin durch Einzelhandel genutzt, jedoch nicht immer auf der gesamten Fläche und im Regelfall nicht mehr nur durch einen, sondern durch verschiedene Anbieter. Fast jeder dritte Standort ist zu einem Einkaufszentrum umgebaut worden und in den Obergeschossen setzen sich immer mehr einzelhandelsfremde Nutzungen wie beispielsweise publikumsorientierte Dienstleistungen und Infrastrukturen durch. Dennoch leiden viele Einzelhandelsstandorte unter dem Verlust ihres Warenhauses. Im Rahmen einer Befragung der von Warenhausschließungen betroffenen Kommunen gaben 77 Prozent an, dass sich die Passantenfrequenz mit der Aufgabe des Warenhauses negativ verändert hat. Mehr als 60 Prozent der Städte mussten einen Bedeutungsverlust als Einzelhandelsstandort und Imageverluste verzeichnen. In 50 Prozent der Kommunen sind Angebotsqualität und -vielfalt zurückgegangen, häufig begleitet von einer Erhöhung der Zahl der Ladenleerstände. Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag Handlungsmöglichkeiten der Kommunen aufgezeigt. Als Beispiel wird das Vorgehen der Stadt Eschwege - einem Mittelzentrum mit rund 20.000 Einwohnern im ehemaligen Zonenrundgebiet - beschrieben. Hier ist die Stadt selbst als Generalmieter in die Nachnutzung eingestiegen, da Investoren nicht gefunden werden konnten. Die städtische Projektgesellschaft Eschwege hat zum Ziel, mit Unterstützung von Städtebauförderungsmitteln Existenzgründungen im Einzelhandel zur Deckung von Angebotslücken in der Innenstadt zu erreichen. Als zweites Beispiel wird die strukturschwache Hafenstadt Bremerhaven angeführt, wo die Stadt als Investor auftritt. Die städtische Tochtergesellschaft Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS) hat eine leer stehende Warenhausimmobilie erworben und für eine neue Nutzung umgebaut.

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Der Städtetag

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Nr. 6

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S. 18-20

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