Nord-Süd-Stadtbahn Köln: Pfusch am Bau.
Alternative Kommunalpolitik
item.page.uri.label
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Alternative Kommunalpolitik
item.page.orlis-pc
DE
item.page.orlis-pl
Bielefeld
item.page.language
item.page.issn
0941-9225
item.page.zdb
item.page.orlis-av
ZLB: 4-Zs 3327
IRB: Z 1674
BBR: Z 555
IRB: Z 1674
BBR: Z 555
item.page.type
item.page.type-orlis
relationships.isAuthorOf
Abstract
Die genaue Ursache für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs im Zusammenhang mit den Bauarbeiten zu einer neuen U-Bahn-Strecke steht immer noch nicht fest. Man kann aber mittlerweile davon ausgehen, dass Fehler beim Bau der unterirdischen Gleiswechselanlage der zukünftigen Nord-Süd-U-Bahn dazu geführt haben. Was im Zuge der Ermittlungen zur Unglücksursache bislang an Erkenntnissen über den Bau zu Tage getreten ist, erschüttert das Vertrauen der Bevölkerung in die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) und die politisch Verantwortlichen. Es ist nicht zu erklären, dass trotz aller fortschrittlichen Technik und der umfangreichen Kontrollmechanismen das Unglück passieren konnte. Laut Organisationsplan gibt es eine Reihe von Kontrollmechanismen, die eigentlich dafür sorgen sollten, dass ohne Pfusch und unter Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen gebaut wird. Doch sowohl die Bauüberwachung durch die KVB als auch das ISO-zertifizierte Qualitätsmanagement des den Bau ausführenden Unternehmens haben eklatant versagt. Entgegen wasserrechtlicher Bestimmungen wurden illegale Brunnen gesetzt und Wasser und Sediment aus dem Boden gepumpt, an machen Stellen wurde Beton nicht in der erforderlichen Menge eingebracht und es fehlten massenhaft Eisenteile zur Stabilisierung der Schlitzwände. Zudem wurden elektronisch erstellte Protokolle am Computer manipuliert und gefälscht. Inzwischen werden alle Haltestellen der neuen Strecke auf weitere Baumängel von unabhängigen Gutachtern untersucht und es werden Messungen vorgenommen, um die Standsicherheit zu garantieren. An der Einsturzstelle sind mehrere Gutachter der KVB und des gerichtlichen Beweissicherungsverfahrens dabei, durch Bohrungen und Messungen der Schadensursache auf den Grund zu gehen. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag ausgeführt, dass es notwendig ist, so schnell wie möglich die Unglücksursache eindeutig zu ermitteln und die Schuldfrage zu klären, damit das Vertrauen der Kölner Bevölkerung wieder hergestellt werden kann.
Description
Keywords
Journal
AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik
item.page.issue
Nr. 3
item.page.dc-source
item.page.pageinfo
S. 29-30