Sparsame Sanierung. Integriertes Altlastenmanagement zur Eindämmung von Altlasten-Gefahren.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: 4-Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

In Deutschland sind mehr als 360.000 Standorte in Altlasten-Katastern erfasst. Vor allem am Rande ehemaliger Deponien oder Industrieanlagen bestehen nicht selten komplexe Gefährdungen aufgrund von Umwelteinwirkungen. In vielen Kommunen sind im Bebauungsplan Flächen für Neubaugebiete am Stadtrand ausgewiesen, doch häufig sind diese Grundstücke belastet und beeinträchtigen somit die Stadtentwicklung. Dennoch ist es in einigen Fällen möglich, die Verdachtsflächen mit wirtschaftlich effizientem Mitteleinsatz neu zu erschließen. Ob und in welchem Unfang dies geschehen kann, lässt sich mit einem integrierten Altlastenmanagement klären. Es umfasst die so genannte historische Erkundung, ein Erkundungskonzept, Boden- und Grundwasserproben sowie eine konkrete Sanierungsempfehlung. In dem Beitrag wird das Altlastenmanagement am Beispiel der Stadt Memmingen beschrieben, wo in der Nähe einer ehemaligen Kiesgrube, die als Deponie genutzt wurde, ein neues Wohngebiet vorgesehen ist. Die Untersuchungen ergaben, dass neben einer Belastung des Deponiekörpers mit Schwermetallen und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen auch Deponiegase Teil der Ablagerung waren. Der Untergrund bestand aus Terrassenschotter mit grob- und mittelkiesigen Geröllen und war entsprechend durchlässig. Der Befund machte deutlich, dass eine Gefährdung für Mensch und Umwelt nicht auszuschließen war. Deshalb wurde unter anderem eine Teilauskofferung des Auffüllmaterials, das hauptsächlich aus Hausmüll, Erdaushub und Gewerbeabfällen wie Galvanikschlämmen und Holzschutzmitteln bestand, vorgenommen. Die Kosten für sämtliche Sanierungs- und Vorsorgemaßnahmen sowie für die teilweise Aushebung von kontaminiertem Material beliefen sich auf 43 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu wurde für einen Quadratmeter intaktes Bauland in Memmingen zum Zeitpunkt der Sanierung der ehemaligen Kiesgrube das fünf- bis zehnfache veranschlagt.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 9

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S. 92-94

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