Unterschätztes Risiko. Kampfmittel verlieren auch nach Jahren nicht ihre Gefährlichkeit.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: 4-Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

Altmetalle der besonderen Art lagern tausendfach im Erdreich. 90.000 Tonnen unentschärfter Bomben sollen es in Deutschland sein. Bauherren gehen bei Bauprojekten oft erhebliche Risiken ein. Die Abwägung zwischen notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und Kostenersparnis ist für viele Bauherren nicht immer einfach. Daher begnügen sie sich häufig mit einer Bauaushubüberwachung und einer fachtechnischen Begleitung der Bauarbeiten durch Sprengstoffexperten, die im Vergleich zu einer Sondierung wesentlich weniger kostet. Auch Gemeinden sind von diesem Thema betroffen, denn jede Kommune will Gewerbetreibende so gut wie möglich bei ihren Bauvorhaben unterstützen. Die hohe Zahl der Verdachtsfälle weist ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial aus, obwohl Medienberichte den Eindruck vermitteln, dass Funde von Blindgängern lediglich Einzelfälle sind. Das Alter schadet den Bomben keineswegs und Langzeitzünder neigen zudem zu Selbstentzündungen und -detonationen. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag beschrieben,wie bei Bauvorhaben vorgegangen werden sollte: Um festzustellen, ob ein Baugebiet während des Krieges bombardiert wurde, muss vor Beginn einer Baumaßnahme in der Regel eine Luftbildauswertung durchgeführt werden. Dafür werden Luftbilder benutzt, die die Alliierten nach ihren Bombenabwürfen gemacht haben. Analysiert werden die Bilder von Geographen, Geologen und Vermessungsingenieuren. Mittels GPS werden die Blindgängerverdachtspunkte von Vermessungstrupps vor Ort zuverlässig gefunden. Für Sondierungen werden unterschiedliche Geräte eingesetzt. Passive Sonden können Veränderungen im Erdmagnetfeld in bis zu sechs Metern Tiefen messen und anzeigen. Metallsuchgeräte (aktive Sonden) senden einen elektromagnetischen Puls aus, der von Störkörpern reflektiert wird. Sie können aber nur bis 20 bis Zentimeter tief messen und sind deshalb nur geeignet für kleinere Munition. Die Kosten der Sondierungen müssen die Bauherren selbst trägen, während die Kosten einer Bombenbergung vom jeweiligen Bundesland übernommen werden.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 9

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S. 62-65

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