Möglichkeiten und Grenzen der sozialen Durchmischung der Stadt.
Wohnbund
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Wohnbund
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DE
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München
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1021-979X
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ZLB: 4-Zs 5875
BBR: H 893
BBR: H 893
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Abstract
Derzeit leben in Deutschland 15,3 Millionen Personen mit Migrationshintergrund, das sind 18,3 Prozent der Bevölkerung. Nach Schätzungen wird ihr Anteil im Jahr 2030 in einigen Städten auf mehr als 40 Prozent angestiegen sein. Bereits heute haben sich in den großen Städten zahlreiche Stadtteile und Wohngebiete mit einer Bevölkerung vielfältiger nationaler und kultureller Herkunft gebildet. In ihnen überlagern sich Armut, strukturelle Benachteiligung und soziokulturelle Unterschiede in besonderer Weise. Als Wohn- und Lebensmittelpunkt von Bevölkerungsgruppen mit ausländischer Herkunft wird diesen Stadtteilen eine besondere Aufgabe im Prozess der Integration zugemessen. Als Antwort auf einseitige Bevölkerungsstrukturen hat das Prinzip der sozialen Mischung die Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik jahrzehntelang begleitet und die Forderung nach einer intensiveren sozialen Durchmischung der Stadt erlebt angesichts der Debatten um abgegrenzte "Parallelgesellschaften" gegenwärtig eine Renaissance. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag auf der Grundlage einer Definition der Begriffe Migration, Integration und Segregation den Ursachen der sozialräumlichen Polarisierung in den Städten nachgegangen und angesichts des demographischen und wirtschaftlichen Wandels ein Ausblick auf die Perspektiven der sozialräumlichen Polarisierung formuliert. Dabei wird davon ausgegangen, dass es für Zuwanderer wichtig ist, sich in ihrer eigenen Kultur einzurichten und darüber hinaus ein "Heimatgefühl in der Fremde" zu entwickeln. Den Stadtquartieren kommt dabei eine besondere Rolle als Elemente von sozialer Differenzierung, Identifikation und damit als Integration in die Stadtgesellschaft zu. Daher sollte angesichts der bereits vorhandenen sozialräumlichen Polarisierung weniger über soziale Durchmischung als vielmehr über eine konstruktive Aktivierung der Armuts- und Integrationsquartiere nachgedacht werden.
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Nr. 3
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S. 4-11