Rückbau in Raten. Zweite Etappe des Rückbaus der Sondermülldeponie Kölliken beginnt.

Deutscher Fachverl.
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Herausgeber

Deutscher Fachverl.

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Frankfurt/Main

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ISSN

0933-3754

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ZLB: 4-Zs 5887
BBR: Z 551

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Im Mai 1978 nahm die Sondermülldeponie Kölliken in einer ehemaligen Tongrube mitten im Wohngebiet der 4.000 Einwohner zählenden Gemeinde im schweizerischen Kanton Aargau den Betrieb auf. Die Einlagerungsbedingungen entsprachen dem damaligen Stand des Wissens und der Technik und die Deponie galt nach den vorab durchgeführten geologischen Expertisen als dicht. Doch nach nur wenigen Jahren Betrieb wurde die Sondermülldeponie wieder geschlossen, weil sie für die Umwelt eine erhebliche Gefahr darstellte. Zu diesem Zeitpunkt war die Deponie mit rund 300.000 Kubikmetern beziehungsweise 460.000 Tonnen Sondermüll gefüllt, was etwa 75 Prozent des Deponievolumens entsprach. Wegen möglicher längerfristiger und akuter Gefährdung der nahe gelegenen Grundwasserleiter verfügte das Baudepartment des Kantons Aargau die komplette Deponie bis 2015 vollständig zurückzubauen. In dem Beitrag werden die einzelnen Schritte des Rückbaus beschrieben. Die erste Etappe mit einer durchschnittlichen Rückbauleistung von zirka 430 Tonnen pro Tag ist inzwischen abgeschlossen. Die rückgebauten Abfälle wurden, gestützt auf die Beprobung und Analytik, den entsprechenden Entsorgungswegen zugeordnet, neu verpackt und in die dafür geeigneten Entsorgungsanlagen abgeführt und dort endbehandelt. Ab September 2010 beginnt die zweite Rückbauetappe des weltweit einzigartigen Projekts. Die Rückbauarbeiten werden voraussichtlich Ende 2014 abgeschlossen sein. Das ist zwei Jahre später als geplant, denn die ursprünglich festgelegte Rückbauleistung von 500 Tonnen pro Tag konnte nicht erreicht werden. Zudem erforderte ein Brand in der für die Arbeiten errichteten Manipulationshalle einen sechsmonatigen Stillstand. Bislang haben die Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen rund 500 Millionen Euro gekostet. Schätzungen gehen davon aus, dass die Gesamtkosten sich voraussichtlich auf 600 Millionen Euro belaufen werden.

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

Entsorga-Magazin

Ausgabe

Nr. 7/8

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Seiten

S. 49-52

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