Mehr Schatten als Licht. Bericht der EU-Kommission zur Abwasserbehandlung offenbart große Defizite.

Deutscher Fachverl.
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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: 4-Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

Im August 2009 veröffentlichte die Europäische Kommission den fünften Bericht zur Umsetzung der Kommunalabwasser-Richtlinie. Die verlangt, dass mit Jahresende 2005 alle Siedlungsgebiete mit einem Abwasseranfall von mehr als 2.000 Einwohnerwerten (EW) über eine Kanalisation sowie über Klärwerke mit einer zweiten, biologischen Reinigungsstufe verfügen. In Gebieten mit mehr als 10.000 EW, die im Einzug so genannter empfindlicher Gebiete wie Nord- oder Ostsee liegen, ist zusätzlich eine dritte Reinigungsstufe zur Entfernung der Nährstoffe Phosphor und Stickstoff erforderlich. Europaweit wurden 68 Prozent der gesamten Fläche als sensibel ausgewiesen. Deutschland hat rund 85 Prozent des Bundesgebiets als empfindlich identifiziert. Die dritte Reinigungsstufe muss die Konzentrationswerte von Phosphor mindestens um 80 Prozent und von Stickstoff um 70 Prozent verringern. Der Bericht der EU-Kommission, der in dem Beitrag zusammengefasst vorgestellt wird, weist aus, dass in Deutschland nahezu 100 Prozent des Abwassers erfasst und dann zu 97 Prozent einer weitergehenden Behandlung mit dritter Reinigungsstufe unterzogen wird. Ähnlich gute Werte erreichen Österreich, die Niederlande, Dänemark Schweden und Finnland. Insgesamt gesehen zeigt der Bericht aber auch, dass die EU noch weit von dem gemeinschaftlich angestrebten Ziel entfernt ist, da vor allem in den neuen Mitgliedsländern noch ein erheblicher Nachholbedarf besteht. Besonders Rumänien, Zypern und Slowenien haben einen hohen Nachholbedarf, aber auch westliche Mitgliedsländer wie Belgien oder Portugal. Es wird ein Investitionsbedarf von rund 35 Milliarden Euro prognostiziert.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 3/4

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S. 44-45

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