Gemeinsinn in Kommunen. Eine qualitativ-vergleichende Untersuchung zweier unterschiedlicher bayerischer Gemeinden.
Ergon
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Ergon
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DE
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Würzburg
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ZLB: 2005/2829
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DI
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Abstract
Das Thema "Gemeinsinn" ist in den letzten Jahren in Publizistik und Wissenschaft vielfältig diskutiert worden. Anlass zu diesen Diskussionen gab die Frage "Was Gesellschaften zusammenhält?". Diese Frage war aktuell geworden, als die ökonomischen Theorien der Demokratie deutlich an Überzeugungskraft verloren hatten und zugleich in der gesellschaftlich-politischen Realität zunehmend negative Folgen der Individualisierung menschlichen Verhaltens evident wurden. Die Arbeit untersucht empirisch mit Hilfe eines Vergleichs zweier unterschiedlicher bayerischer Gemeinden primär eventuelle Unterschiede in der Qualität von praktiziertem Gemeinsinn - ausgehend zunächst von einer quantitativen und später qualitativen Betrachtung der Gemeinsinnsaktivitäten. Nach einem historischen Rückblick definiert der Autor den Begriff des Sozialkapitals dergestalt neu, dass dieser nicht mehr quantitativ, sondern qualitativ dimensioniert wird. Die Erkenntnisse, die daraus gezogen werden, sind für die politischen Sozialwissenschaften deshalb von besonderem Wert, weil auf der Basis einer qualitativen Betrachtung bürgerschaftlichen Gemeinsinn-Engagements dieses in einem unbekannten Licht erscheint. Denn Gemeinsinn, selbst wenn dieser im engsten Sinne altrusitisch motiviert ist, ist keinesfalls frei von individual-egozentrischem Interesse. Im Gegenteil: Mit Hilfe der Reziprozitäts-Theorie wird zunächst theoretisch und später empirisch nachgewiesen, dass Gemeinsinn - qualitativ betrachtet - ein sehr individuelles und durch vielfache persönliche Interessen geprägtes Gut ist. difu
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346 S.
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Spektrum Politikwissenschaft; 32