Fahrradfahren für Fortgeschrittene. Evaluation der Barrieren und Hindernisse der Beteiligung von Städten und Kommunen am Wettbewerb Modellversuch "Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme" - Neue Mobilität in Städten des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
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DE
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Berlin
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ZLB: 4-2010/962
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Abstract
Öffentliche Fahrradverleihsysteme haben in vielen europäischen Städten Konjunktur. Um auch den Aufbau von Fahrradverleihsystemen in Deutschland voranzubringen, richtete das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) 2009 einen Wettbewerb um innovative, mit dem ÖPNV verknüpfte Fahrradleihsysteme aus. Dieser Wettbewerb erfreute sich einer regen Teilnahme von 44 Städten und Regionen. Jedoch gab es auch Städte, die trotz großen Interesses am Wettbewerb und intensiver Vorarbeit keine Projektvorschläge einreichten. Diesen Nichtteilnehmern und den Hemmnissen, die von ihnen als entscheidend für den Rückzug aus dem Verfahren wahrgenommen wurden, gilt diese Studie. Die Analyse zeigt vielfältige Argumente auf, sich gegen eine Teilnahme am Wettbewerb zu entscheiden: Genannt werden u.a. ein zu enger Zeitrahmen für die Erstellung eines soliden Antrags, zeitlich zu aufwändige Verfahren der politischen Beschlussfassung, eine politisch ungelöste Finanzierung der Implementations- und Betriebskosten des zukünftigen Fahrradverleihsystems, verwaltungsinterne Konflikte um den erforderlichen Bedarf an öffentlichen Flächen für ein Stationssystem. Die parallele Untersuchung von Gewinnern des Wettbewerbs offenbart gleichwohl, dass auch sie vor diesen Schwierigkeiten standen, sich aber trotzdem für eine Beteiligung entschieden. Die Untersuchung zeigt außerdem, dass öffentliche Fahrradverleihsysteme mit Innovationshemmnissen auf mehreren Ebenen zu kämpfen haben. Nicht zuletzt ist es die Organisation des ÖV selbst, die die Aufnahme neuer innovativer Bausteine in die Angebotspalette so kompliziert macht. Komplementär zur Zersplitterung des ÖV in unzählige Verbünde und Unternehmen mit eigenen Zielen, Strategien und Strukturen stellt sich - weniger für die einzelnen Teilnehmer als für das BMBVS, dessen Ziel ein möglichst bundeseinheitliches, übertragbares System sein muss - die bundesdeutsche föderale Struktur als Implementationsproblem dar. In diesem Sinne handelte es sich um einen höchst voraussetzungsvollen Wettbewerb,bei dem auch viele Gewinner in der Umsetzungsphase vor technischen, organisatorischen oder administrativen Herausforderungen stehen.
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58 S.
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WZB-Discussion Papers; SP III 2010-601