Entfernungspauschale und Raumordnung. Die Gestaltung von Mobilitätskosten und ihre Wirkung auf die Siedlungsstruktur. Studienprojekt 2001/2002.

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Berlin

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ZLB: 4-2008/1972

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Abstract

Individualisierung + Globalisierung = Suburbanisierung: So etwa könnte stark vereinfacht beschrieben werden, wie in den Industrieländern Haushalte und Unternehmen mit ihren Standortentscheidungen den Raum unter den Bedingungen niedriger Transportkosten verändern und dabei ihren eigenen Nutzen optimieren. Ihre Mittel sind das Auto und der Lkw, ihre Wege das Straßennetz und ihre Ziele die grüne Wiese und die Kostensenkung. Deshalb werden in Deutschland Tag für Tag 130 ha Freiflächen (175 Fußballfelder) zu Siedlungsland - ein hoher Preis für jährlich 1,5 % Wirtschaftswachstum', das die Gesellschaft und ihre Siedlungen immer affiner zum Auto und Lkw macht. Es wird nach Auswegen aus der Wohlstands-Zersiedlungs-Spirale gesucht. Das Ergebnis der Bestandsaufnahme erstaunt nicht: Der Zusammenhang zwischen Mobilitätskosten und Verkehrsleistung ist evident. Und: Die jetzige Steuerbelastung der Treibstoffe spiegelt noch nicht die durch den Verbrauch verursachten Lasten wider. Daher sind als Ausweg zunächst alle externen Kosten, und das sind selbst für ein Euro-4-Auto (Abgasnorm) immer noch 140 pro Monat schonungslos zu internalisieren. Die Entfernungspauschale ist bis auf eine Härtefallregelung abhängig von Einkommen und Haushaltsgröße zu streichen, ihr sozialer und raumordnungspolitischer Nutzen in der jetzigen Form ist als marginal einzustufen, ihr Schaden ungleich größer. Letztlich ist jeder Energieverbrauch aus nicht-regenerativen Energiequellen zu beenden. je schneller diese Wende, die wir zwar aufschieben, nicht aber vermeiden können, eingeleitet wird, desto zukunftsfähiger wird unser Siedlungssystem noch sein. Die Aufgabe der Politik ist nicht mehr länger, das Populäre zu tun, sondern das populär zu machen, was zu tun ist.

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69 S.

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ISR-Studienprojekte; 31