Kommunalverwaltung und Verfassungswandel. Öffentlichkeitsarbeit von Großstadtverwaltungen in der Weimarer Republik. 2 Bde.

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Mannheim

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ZLB: 96/653-1.2.-4

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Abstract

Untersucht werden Umfang, Mediengebrauch, Kommunikationsformen sowie die zentralen Anliegen der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit nach der Revolution von 1918/19. Dazu dienen Fallstudien über die Stadtverwaltungen von Düsseldorf und Mannheim unter den Oberbürgermeistern Köttgen (parteilos) und Lehr (DNVP) sowie Kutzer (parteilos) und Heimerich (SPD). Im kommunalen Bereich hatte die neue Demokratie zwei geistige Barrieren zu überwinden: erstens die üblichen Vorbehalte gegen das vermeintlich "undeutsche" System, zweitens den traditionellen Dualismus von Gemeinde und Staat, der jede Demokratisierung der Gemeindeverwaltung als unzulässige "Politisierung" ansah. So auch in den Beispielsstädten. Wertete Lehr das demokratisch legitimierte Stadtparlament offen als lästige Fessel, so erkannte Heimerich das Mitspracherecht der Volksvertretung generell an. Somit sind Meinungen, die den kommunalen Spitzenbeamten pauschal eine mühelose Anpassung an das neue politische System attestieren, nicht mehr haltbar. Vielmehr ist von einem Nebeneinander von bemerkenswert fortschrittlichen und rückwärtsgewandten Bewegungen auszugehen, wie es die unruhigen Zwanziger Jahre insgesamt prägte. kmr/difu

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ca. 380 S.

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