Weder Hütten noch Paläste. Architektur und Ökologie in der Arbeitsgesellschaft. Eine Streitschrift.
Birkhäuser
item.page.uri.label
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Birkhäuser
item.page.orlis-pc
CH
item.page.orlis-pl
Basel
item.page.language
item.page.issn
item.page.zdb
item.page.orlis-av
ZLB: 95/2117
item.page.type
item.page.type-orlis
relationships.isAuthorOf
Abstract
Jahrtausende haben die Menschen auf den geschichtlichen Moment der Industrialisierung regelrecht hingefiebert. Millionen von Sklaven haben im Laufe der Geschichte schwitzend und blutend von den Maschinen geträumt, die ihnen eines Tages die Arbeit abnehmen würden. Tausende von Baumeistern haben in ihren Träumen und Bauwerken den Moment vorweggenommen, in dem diese Maschinen mühelos die Musik der Architekturen produzieren würden. Und tatsächlich schien einen kurzen Moment lang der Traum in Erfüllung zu gehen: in Paxtons Kristallpalast, in den Eisenkonstruktionen des 19. Jahrhunderts, in den Konstruktionen Eiffels und Wachsmanns, in den Filmen Honeggers. Doch schon schlug die Industrialisierung in das Mißverständnis der Wachstumsgesellschaft um, ignorierte die jahrtausendelangen Vorbereitungen und führte zu Überproduktion, sinnlosem Handel, Abschreibungsdruck, Umsatzfetischismus und Bauzwang. So wurden ein nie dagewesenes Bauvolumen und Bautempo, ein nie dagewesener Qualitätsverfall erzeugt. Anstatt die zunehmende Entropie zu bekämpfen, stemmen sich die Regierungen vergeblich gegen das Verschwinden der Arbeit. Verzweifelt treiben sie die sinnlosen Material- und Energieströme in nie gekannte Dimensionen. Aber der Arbeitsabbau durch Maschinisierung ist allemal größer als die Bedarfszuwächse infolge von Ökonomie, Dienstleistungen und Strukturwandel. Der Arbeitsbedarf sinkt ständig - und die Zerstörung von Natur und Zukunft steigt. Dabei weiß man, wie ökologische Neubauten auszusehen hätten: großvolumige, mehrgeschossige Bauten, mit großen Südverglasungen und funktionierendem Sonnenschutz, mit möglichst geschlossenen Nordfassaden, aus trocken montierten, problemlosen, wiederverwendbaren Teilen und Materialien; Gebäude, welche die Ästhetik des Seriellen fortsetzen, in überschaubaren Siedlungseinheiten von hoher Dichte und in zusammenhängender, bebauungsfreier Landschaft. difu
Description
Keywords
Journal
item.page.issue
item.page.dc-source
item.page.pageinfo
224 S.