Übersiedlerfamilien aus der DDR. Eine qualitative psychologische Untersuchung zu den Aspekten DDR-Sozialisation, Migration und Familiendynamik.

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Berlin

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ZLB: 94/3352

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DI

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Abstract

Der besondere Charakter von Migrationsphänomenen liegt in der Grenzüberschreitung, in der Überwindung des Bekannten und in der Begegnung mit dem Fremden. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands sind 16 Millionen DDR-Bürger auf einmal "übergesiedelt", ohne umzuziehen. In der Alltagssprache hat sich für die fortbestehenden Integrationsschwierigkeiten zwischen West- und Ostdeutschen die Wendung von den "psychologischen Barrieren" bzw. von der "unsichtbaren Mauer" zwischen den alten und den neuen Bundesländern eingebürgert. In dieser Betrachtungsweise kommt dem Phänomen Übersiedlung prototypische Bedeutung für die sich gegenwärtig vollziehende gesamtgesellschaftliche Entwicklung in Deutschland zu, was auch die Relevanz dieser Untersuchung unterstreicht. In der Arbeit wird gefragt, ob von einem DDR-Sozialisationstyp gesprochen werden kann, der durch den spezifischen soziokulturellen Lebensbereich "DDR" bestimmt war. Auf der anderen Seite steht die Annahme einer Eigenweltlichkeit und Eigendynamik der Familie als einer Art Gegenstruktur zur Gesellschaft. Damit wird das Augenmerk auf die Außengrenzen der Familie gegenüber der Umwelt gerichtet. Die jeweilige Ausgestaltung der Auseinandersetzungsformen von Eltern, Kindern und Jugendlichen mit den herrschenden Normen und Erziehungsstrukturen werden im empirischen Teil untersucht. Zugrunde liegen halbstrukturierte Interviews mit Übersiedlerfamilien. sg/difu

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ca. 290 S.

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