Aspekte des Umweltschutzes in der Rechtsprechung von 1850 bis 1945 - dargestellt an ausgewählten Entscheidungen deutscher Gerichte. Ein historischer Abriß.

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DE

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Dresden

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ZLB: 2000/1720
IFL: Z 500 - 30

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RE

Zusammenfassung

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Rechtsprechung deutscher Gerichte zu umweltbezogenen Rechtsnormen für den Zeitraum von 1850 bis zum Ende des Dritten Reiches. Zu den untersuchten Rechtsgebieten gehören das Gewerberecht, das Privatrecht, das Bau- und Wasserrecht und "Verunstaltungsgesetze" ausgewählter deutscher Länder. Etwa 250 referierte Gerichtsentscheidungen sind als Anlage beigefügt. Den Hauptteil der Untersuchung bildet die Rechtsprechung auf dem Gebiet des öffentlichen und privatrechtlichen Immissionsschutzes. Es wird gezeigt, dass das Gewerberecht ab Mitte des vorigen Jahrhunderts einen achtbaren Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet hat, während das Privatrecht u.a. der Durchsetzung nachbarlicher Normen auf dem Gebiet des Immissionsschutzes diente. Hingegen konnten Bau- und Wasserrecht nur im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten zum Schutz der Umwelt beitragen, und die Verunstaltungsgesetze der Länder haben für den Schutz der Umwelt nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Als Ergebnis ist des weiteren festzustellen, dass Aspekten des Umweltschutzes in gerichtlichen Entscheidungen wenig Bedeutung beigemessen wurde. Ein Teil der Entscheidungen der deutschen Gerichte muss als "industriefreundlich" bezeichnet werden, wodurch die Bildung konzentrierter Belastungen in bestimmten Stadtteilen und Regionen begünstigt wurde. goj/difu

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154 S.

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IÖR-Schriften; 30