Planungsinstrumente einer nachhaltigen Raumentwicklung. Indikatorenbasiertes Monitoring und Controlling in der Schweiz, Österreich und Deutschland.
Selbstverl.
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Selbstverl.
Sprache (Orlis.pc)
AT
Erscheinungsort
Innsbruck
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ZLB: 2006/1527
BBR: X 433/32
IFL: Z 0085 - 35
BBR: X 433/32
IFL: Z 0085 - 35
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Zusammenfassung
Ausgehend von der Genese des Konzepts der "Nachhaltigen Entwicklung" und dem Stand der Diskussion über diesen Begriff sowie auf der Grundlage der verschiedenen Modelle zur Visualisierung der Nachhaltigkeitsdimensionen wird der Versuch einer Übertragung auf die Raumentwicklung dargestellt. Eine räumliche Analyse zeigt, dass die heutigen Entwicklungsmuster und -trends nicht nachhaltig sind, weder in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich noch global. Überall ist eine Verstädterungstendenz festellbar. Es wird die Forderung nach einer nachhaltig gesteuerten Raumentwicklung bekräftigt. Es wird der semantische Wandel von der Raumplanung zur Raumentwicklung aufgezeigt und der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Raumplanung verdeutlicht. Es müssen die allgemeinen Nachhaltigkeitsziele für die Raumordnung spezifiziert werden. Ebenfalls wird aufgezeigt, wie raumplanungsrelevante Gesetze angepasst werden können. Die Bedeutung der Region und ihre Stellung in den Planungssystemen der Schweiz, Deutschlands und Österreichs und die jeweils damit verbundenen Planungsinstrumente werden aufgezeigt. Am Beispiel des kantonalen Richtplans in der Schweiz werden die instrumentellen Defizite näher analysiert. In den folgenden Kapiteln wird versucht, anwendungsbezogene Lösungsansätze aufzuzeigen. Um zu beurteilen, ob die Wirkungen von Planungen eine nachhaltige Entwicklung begünstigen, werden die Methoden des indikatorengestützten Monitorings, Controllings und Benchmarkings vorgestellt und deren Übertragbarkeit auf die Raumplanung verdeutlicht. Nach den allgemeinen Ausführungen werden konkrete Fallbeispiele behandelt. Zum einen wird aufgezeigt, wie das Instrument des Controllings in der kantonalen Richtplanung von Graubünden eingesetzt werden kann. Danach wird anhand der Fallbeispiele der deutschen Region Bodensee-Oberschwaben und der Tiroler Kleinregion Vorderes Zillertal überprüft, ob die Anwendung eines Plan-Controllings auch in einem anderen räumlichen Kontext sinnvoll und machbar ist. Es wird auf neue Kooperationsformen zwischen Staat und Öffentlichkeit in der Konzeption von Zukunftsleitbildern, Szenarien und Plänen eingegangen, und es werden Kriterien für nachhaltige Abwägungsprozesse formuliert. Das letzte Kapitel greift die Kritik am Konzept der nachhaltigen Entwicklung auf und vertieft diese. Alternative Modelle von Zukunftsleitbildern wie das Konzept der "überlebensfähigen Entwicklung" werden wieder ins Gedächtnis gerufen. Abgeleitet von zukunftsethischen Überlegungen wird das Prinzip des "guten Erbes" vorgeschlagen, welches zum innovativen Konzept der Evolutionsfähigkeit überleitet. Hierzu werden erste Ansätze skizziert. Heute bereits formulierte und mögliche zukünftige Strategien für eine evolutionsfähige und nachhaltigkeitsorientierte Raumentwicklung werden vorgeschlagen. Da die Region als die für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung am besten geeignete Ebene bezeichnet wurde, wird am Ende noch ein mögliches neues Instrument, nämlich regionale Pläne zur nachhaltigen und evolutionsfähigen Raumentwicklung zur Diskussion gestellt. (n. Verf.)
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228 S.
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Innsbrucker geographische Studien; 35