Untersuchung zur Monetarisierung von Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement in Baden-Württemberg.

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Stuttgart

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ZLB: 4-2010/749

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GU

Abstract

Seit einigen Jahren wird verstärkt über die Monetarisierung des freiwilligen Engagements und des Ehrenamtes diskutiert. Der Geldwert des Ehrenamtes auf den verschiedenen Ebenen gerät zunehmend in den Fokus politischer, rechtlicher und sozialwissenschaftlicher Diskussion. Das dabei im Vordergrund stehende Phänomen von "Paid Volunteering" ist auch für Deutschland und Baden-Württemberg keineswegs neu. Seit eh und je gibt es Formen der Entgeltung ehrenamtlichen Engagements, insbesondere in den politischen, den berufsverbandlichen und wirtschaftlichen Formen bürgerschaftlicher Mitgestaltung und -verantwortung. Ehrenamt war keineswegs immer (schon) unentgeltlich. Es gibt (immer mehr) unterschiedliche Spielarten des Ehrenamtes und des freiwilligen Engagements und es gibt (immer mehr) Spielarten seiner Entgeltung. Eine grundlegende Diskursanalyse, empirische Daten über Umfang, Art, Wirkung und Bedeutung monetarisierter Formen freiwilligen Engagements und damit eine systematische Untersuchung des Phänomens fehlen bislang. Dem Mißstand hilft die Studie ab, indem sie bestehende Formen der Monetarisierung im Ehrenamt, freiwilligen und bürgerschaftlichen Engagement in Baden-Württemberg aufführt. Der methodische Schwerpunkt liegt auf der qualitativen Datenerhebung. Der erste Schritt bestand aus einer Bestandsaufnahme zur Praxis monetarisierten, freiwilligen Engagements. Die Verbreitung des Phänomens in Baden-Württemberg wurde über eine länderspezifische Auswertung des Freiwilligensurveydatensatzes 1999-2004 dargestellt. Im zweiten Teil der Untersuchung standen die Hintergründe für die zunehmende Monetarisierung im Fokus der Befragungen. Zu diesem Zweck wurden sowohl Experten der Engagementförderung mittels leitfadengestützter Telefoninterviews als auch für Freiwillige in zwei Gruppendiskussionen nach Funktionen und Wirkungen von Geldzahlungen im freiwilligen Engagement befragt. Der dritte Teil befasst sich mit Strategien und Zukunftsszenarien von Organisationen und der kommunalen Engagementförderung im Umgang mit dem Phänomen der Monetarisierung.

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96 S.

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