400 Fahrräder und viel Holz. Langer Weg zur autofreien Ökosiedlung.
Hammonia
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Datum
2014
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Herausgeber
Hammonia
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Hamburg
Sprache
ISSN
0939-625X
ZDB-ID
Standort
ZLB: Kws 510 ZB 6884
BBR: Z 143
BBR: Z 143
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
In Ostermundigen, einer Vorortsgemeinde von Bern, stand der Gemeinde eine 20 Hektar große Fläche am Ortsrand zur Verfügung, auf der sich ein ehemaliger Schießplatz befand. Die zu bebauende Brachfläche ist nur 15 Busminuten vom Hauptbahnhof der Stadt Bern entfernt, grenzt unmittelbar an eine attraktive Grünzone direkt am Waldrand und ist aufgrund der Nähe zu einem bestehenden Wohnquartier gut mit Infrastruktureinrichtungen versehen. Daher sprach die Gemeinde Ostermundigen, die ohnehin anstrebt, ihre Einwohnerzahl zu vergrößern, sich dafür aus, auf dem Gelände eine Wohnsiedlung zu errichten. Von Anfang an stand fest, dass es sich um eine autofreie beziehungsweise autoarme Siedlung handeln sollte. Es gründete sich die Wohnungsbaugenossenschaft Oberfeld (WBG Oberfeld), um das ambitionierte Vorhaben voranzutreiben. Nachdem viele Hindernisse beseitigt werden konnten und auch die Finanzierung feststand, wurde im Jahr 2012 mit dem Bau begonnen. Im August 2013 konnten die ersten Mieter bereits einziehen. In dem Beitrag wird das Bauvorhaben vorgestellt. Die Siedlung entsteht als Holzmodulbau mit Holz-Beton-Verbunddecken. Aus Brandschutzgründen werden die Treppenhäuser aus Beton errichtet. Da eine optimale Wärmedämmung erreicht werden soll, sind die Wände mit einer 45 Zentimeter dicken Mineralschicht versehen. Außerdem setzt die WBG Oberfeld auf aktive und passive Solarnutzung. Die nötige Energie für die Strom-, Wärme- und Warmwasserversorgung liefern 1.000 Quadratmeter Hybrid-Sonnenkollektoren auf den Dächern. Damit entspricht die Siedlung dem schweizerischen Minergie P-Standard, was dem deutschen Passivhausstandard gleichkommt. Die Bewohner der Siedlung verzichten freiwillig auf ein eigenes Auto. Für Besucher stehen acht Autoparkplätze zur Verfügung und außerdem zwei Mobility-Standorte für die Bewohner. Rund die Hälfte der 100 Wohnungen sollen vermietet und die ändere Hälfte im Stockwerkeigentum abgegeben werden.
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Schlagwörter
Zeitschrift
Die Wohnungswirtschaft
Ausgabe
Nr. 7
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 28-31