Heizwärmebedarf am Kaltluftsee - vom Wunsch zur Wirklichkeit. Österreich.

Hammonia
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Hammonia

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Hamburg

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0939-625X

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ZLB: 4-Zs 613
BBR: Z 143

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Abstract

Die Solarsiedlung Plabutsch in Graz-Eggenberg profitiert in erster Linie von ihrer Lage am und im Berg und ist Resultat eines österreichweit ausgeschriebenen Wettbewerbs aus dem Jahr 1991. Unter 60 Teilnehmerentwürfen wurde eine Wohnanlage ausgewählt, die dank einer Kombination aus Erdwärme und passiver Solarnutzung zu einem der Wegbereiter energieoptimierten Bauens wurde. Grundgedanke war die Einhausung im Bergmassiv und somit dessen Nutzung als speicherfähige Masse. Allein durch diese Maßnahme entstand ein theoretisches Energieeinsparungspotenzial von bis zu 30 Prozent. Ein zusätzlicher begünstigender Faktor ist die regionale Lage. Mit 420 Metern Seehöhe liegt der Plabutsch über dem Grazer Kaltluftsee und kommt somit in den Genuss eines günstigeren Klimas als weiter unten im städtischen Tal. Erst sechs Jahre nach dem Wettbewerbssieg waren Planungsstand und Technologie soweit ausgereift, dass mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte. Im März 1998 wurden die 42 Wohnungen an die Nutzer übergeben. In einem Zeitraum von zwei Jahren wurde untersucht, wie sich die rechnerisch ermittelten Heizwärmebedarfswerte von der Realität unterscheiden. Ziel der Forschungsarbeit war, die theoretischen Erkenntnisse aus diversen bauphysikalischen Simulationsprogrammen an das tatsächliche Nutzerverhalten anzugleichen und daraus energierelevante Schlüsse auf zukünftige Bauvorhaben zu ziehen. In dem Beitrag werden die Ergebnisse der Messungen vorgestellt. Es hat sich herausgestellt, dass das Nutzerverhalten mit der Theorie nicht übereinstimmt. Obwohl die Mieter bei Einzug ein Benutzer-Handbuch überreicht bekamen, hielt sich im Durchschnitt nur jeder Zweite an die Verhaltenstipps im Alltag. Im Fazit wird festgehalten, dass die Abweichung vom rechnerischen Normverhalten bei der Planung derart technologischer Wohnprojekte nicht zu vernachlässigen ist und in die Berechnung einbezogen werden sollte.

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Die Wohnungswirtschaft

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Nr. 5

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S. 70-72

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