Auswirkungen von Lärmsanierungsplänen.

Wagner, Dieter/Jansen, Paul G./Hahne, Peter
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Datum

1991

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Herausgeber

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Berlin

Sprache

ISSN

ZDB-ID

Standort

ZLB: 92/4711-4

Dokumenttyp (zusätzl.)

FO

Zusammenfassung

In der Stadt Koblenz sollten im Rahmen eines Modellversuchs "Lärmminderungsplan" durch Verlagerung des Verkehrs, Bau einer Lärmschutzwand, Verkehrsberuhigung und Einbau von Lärmschutzfenstern in einem Gebiet mit ca. 3.400 Einwohnern konkrete Maßnahmen der Lärmminderung erprobt und durch eine sozialwissenschaftliche Begleituntersuchung die objektiven und subjektiven Auswirkungen solcher Maßnahmen ermittelt werden. Neben dem Maßnahmengebiet wurde ein Kontrollgebiet ohne Maßnahmen ausgewählt. Die Maßnahmen wurden in dem vorgesehenen Umfang bis zum Abschluß der Untersuchung nicht durchgeführt, im wesentlichen wegen der Kritik der Bewohner an der geplanten Lärmschutzwand. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt daher jetzt auf Lärmwirkungsfragen. 1983 wurden im Untersuchungsgebiet 225 Bewohner befragt, 1989 139. 81 Personen wurden sowohl 1983 als auch 1989 befragt (Panel), Kontrollgebiet 1983: 76, 1989: 88, Panel:32). Ergänzend fanden Befragungen von Hauseigentümern, Betrieben und Passanten, Schallpegelberechnungen und -messungen, Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrszählungen statt. Die Stabilität der Antworten zwischen den beiden Befragungszeitpunkten ist relativ hoch. Im Panel ergab sich im Mittel keine signifikante Veränderung der Belästigung durch Verkehrslärm. Bei Berücksichtigung der wesentlichen Einflußfaktoren zeigt sich im Zeitverlauf eine zunehmende Empfindlichkeit gegenüber Lärm. Der Einbau von Isolierfenstern führt zu einem Rückgang der Lärmbelästigung. Dieser Effekt wird deutlich gemindert, wenn wegen des Verkehrslärms die Fenster bei Wärme nicht geöffnet werden können. Die Bewohner können bei der Herkunft und Stärke des Verkehrslärms nach Haupt- und Anliegerstraßen differenzieren, so daß Hörbereiche abgegrenzt werden konnten. Von 1983 bis 1989 hat die Akzeptanz von verkehrsberuhigenden Maßnahmen, insbesondere Tempo 30, deutlich zugenommen. Die Durchführung von Lärmschutzmaßnahmen muß von einer frühzeitigen und intensiven Bürgerbeteiliogung begleitet werden, ansonsten besteht die Gefahr einer Verzögerung oder des Abbruchs der gesamten Maßnahmen. difu

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205 S., Anh.

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