Eine Bürostadt wandelt sich zum gemischten Quartier. Nutzungsmischung in der Stadtentwicklung.
Hammonia
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Datum
2014
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Herausgeber
Hammonia
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Hamburg
Sprache
ISSN
0939-625X
ZDB-ID
Standort
ZLB: Kws 510 ZB 6884
BBR: Z 143
BBR: Z 143
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
In den 1970er Jahren wurde in Frankfurt am Main die Bürostadt Niederrad errichtet. Niederrad ist ein typisches Zeugnis der Stadtplanung der 1970er Jahre, als die herrschende Planungsmeinung eine strikte Trennung der Nutzungen vorsah. In der Folge siedelten sich große Unternehmen in der neuen Bürostadt an. Inzwischen wird das damalige Planungskonzept kritisch betrachtet und es werden gemischte Nutzungen angestrebt. Die Bürostadt Niederrad mit ihren teilweise über vierzig Jahre alten Gebäuden ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern leidet auch unter einem hohen Leerstand. Etwa 30 Prozent der Büroflächen haben keinen Mieter. Hinzu kommt, dass Frankfurt am Main stark wächst und dringend Wohnraum braucht. So wurde im Jahr 2008 im Auftrag der Stadt eine Rahmenkonzept zu den Umnutzungsmöglichkeiten des Stadtviertels erarbeitet, das in dem Beitrag vorgestellt wird. Es kam zu dem Schluss, dass ein Potenzial für zirka 3.000 Wohnungen besteht. Geschaffen werden soll der Wohnraum zum Teil in Neubauten und zum Teil in geeigneten ungenutzten Bürogebäuden. Maßgeblich beteiligt ist unter anderen der städtische Konzern Frankfurt Holding GmbH (ABG). Mehrere Projekte sind bereits in Vorbereitung. Es zeigt sich, dass der Umgang mit dem alten Gebäudebestand nicht die einzige Herausforderung bei der Transformation der Bürostadt ist. So müssen noch die planungsrechtlichen Grundlagen für das neue Quartierskonzept gelegt werden. Das 88 Hektar große Gebiet ist in zwei Bebauungspläne aufgeteilt worden. In einem Fall wird davon ausgegangen, dass noch in 2014 ein Satzungsbeschluss vorgelegt werden kann. Beim zweiten Bebauungsplan wird es etwas länger dauern, da das Gebiet vom Verkehrslärm der nahen Autobahn und von Geruchsbelästigung durch eine Kläranlage betroffen ist. Hier müssen erst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass sich Familien wohlfühlen können. Elf Firmen und Grundstückseigentümer haben sich zu der Vereins-Standort-Initiative Neues Niederrad e.V. (SINN) zusammengeschlossen, um den Planungsprozess mit Gestaltungsvorschlägen zu begleiten.
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Schlagwörter
Zeitschrift
Die Wohnungswirtschaft
Ausgabe
Nr. 10
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 20-22