Weniger Lärm schont auch das Klima. Lärmminderungsplan Norderstedt.

Alternative Kommunalpolitik
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Alternative Kommunalpolitik

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DE

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Bielefeld

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0941-9225

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ZLB: 4-Zs 3327
IRB: Z 1674
BBR: Z 555

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Abstract

Die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie der EU in deutsches Recht sieht vor, dass bis zum 18. Juli 2008 alle Kommunen in Ballungsräumen einen Lärmaktionsplan aufzustellen haben. Pünktlich zu diesem Termin hat die Stadt Norderstedt ihre Lärmminderungsplanung verabschiedet, auf die in dem Beitrag eingegangen wird. Die erst 1970 aus den Gemeinden Harksheide, Friedrichsgabe, Garstedt und Glashütte entstandene schleswig-holsteinische Stadt Norderstedt entwickelte sich von dörflichen Strukturen zu einem Mittelzentrum und ist inzwischen die zweitgrößte Stadt in der Hamburger Metropolregion. Die schnelle Entwicklung der Stadt ist nicht auf allen Gebieten gleich verlaufen. So sind das Radwegenetz und der innerstädtische ÖPNV wenig attraktiv. Das führt dazu, dass viele Wege mit dem Auto zurückgelegt werden. Eine weitere Hauptlärmquelle ist der Hamburger Flughafen, da 70 Prozent aller Flugbewegungen über dem Norderstedter Stadtgebiet stattfinden. Die im Lärmminderungsplan definierten Ziele (Kein Norderstedter soll einer gesundheitsgefährdenden Lärmbelastung von mehr als 65 Dezibel ausgesetzt sein, in allen Wohn- und Erholungsgebieten soll die Lärmbelastung nicht mehr als 55 Dezibel betragen und nächtliche Lärmbelastungen sollen 45 Dezibel nicht überschreiten) machen den Handlungsbedarf deutlich: Über dreißig Prozent der Bevölkerung wohnt mit vom Straßenlärm erzeugten Pegeln von über 55 Dezibel und bei 6 Prozent wurden gesundheitsgefährdende Werte gemessen. Weil in Norderstedt der Straßenverkehrslärm die Hauptlärmquelle ist, dominieren in der Lärmminderungsplanung Vorschläge zur Verminderung des Pkw- und Lkw-Verkehrs und zur Förderung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs. Die Lärmquelle Hamburger Flughafen bleibt im Lärmminderungsplan unberücksichtigt, weil sie nicht auf Norderstedter Stadtgebiet liegt.

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AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

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Nr. 5

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S. 30-32

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