Die Rolle der Medien in der Ermöglichung oder Behinderung politischer Partizipation.

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Wiesbaden

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ZLB: Kws 726/205

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Abstract

In der Regel nehmen Bürgerinnen und Bürger Politik nicht nur medienvermittelt wahr, sie können ihre Interessen dem politischen Entscheidungszentrum auch nur medienvermittelt mitteilen. Medien sind damit zugleich Voraussetzung und Mittel politischer Beteiligung. Partizipation kann als eine Form öffentlicher Kommunikation verstanden werden. Ein solches Verständnis lenkt den Blick auf unterschiedliche normative Annahmen über das Verhältnis von Politik, Medien und Öffentlichkeit. Der Beitrag greift vier solcher Verständnisse auf: das liberale, das deliberative, das partizipatorische und das konstruktionistische. Für alle vier wird systematisch erarbeitet, welchen Begriff der „Öffentlichkeit“ sie implizieren und welche Rolle der Medien daraus abgeleitet werden kann, insbesondere in der Ermöglichung oder Behinderung politischer Partizipation. Hierzu zählen die Abgrenzung von privaten und öffentlichen Anliegen und die Heraushebung jener Themen, die als „politisch“ verstanden werden sollen. Hinzu kommt die mehr oder weniger aktive Einbindung vielfältiger Akteure in den öffentlichen Diskurs. Medien beeinflussen schließlich die Tonalität, etwa die Moralisierung oder Emotionalisierung von Debatten und setzen so Spielregeln der politischen Partizipation.

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283-298

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