Überprüfung der Verteilungsschlüssel zur Ermittlung von Regelbedarfen auf Basis der EVS 2008.

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Bochum

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Abstract

Existenzsichernde Sozialleistungen werden in Deutschland seit 1990 mit einem Statistik-Modell bemessen. Der Gesetzgeber hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beauftragt, die Verfahren zu überprüfen und weiterzuentwickeln, die dabei seit 2011 für die Ermittlung des Regelbedarfs von Kinder und Jugendlichen sowie von Erwachsenen in Mehr-Personenhaushalten verwendet werden (§ 10 RBEG). Die Studie dient als Grundlage für die Einlösung dieses Auftrags. Die Autoren analysieren mit Hilfe empirisch-statistischer Verfahren, die dem aktuellen Forschungsstand entsprechen, das Verbrauchsverhalten von Haushalten verschiedener Größe, die über ein niedriges, aber bedarfsdeckendes Einkommen verfügen und ein vergleichbares Wohlfahrtsniveau erreichen. Auf dieser Basis untersuchen sie die relativen zusätzlichen Bedarfe größerer Haushalte für den gesamten, regelbedarfsrelevanten Verbrauch sowie für einzelne Gütergruppen. Die Ergebnisse führen zu zusätzlichen Bedarfen für weitere Personen im Haushalt, die annähernd denen aufgrund des momentan angewandten Verfahrens entsprechen. Allerdings ließe sich mit Hilfe der im Rahmen des Forschungsauftrags entwickelten Verfahren ein alternativer Ansatz zur Ermittlung konsistenterer Verteilungsgewichte für die verschiedenen Haushaltsmitglieder auf der Basis des regelbedarfsrelevanten Gesamtverbrauchs von Mehr-Personen-Haushalten aufstellen.

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XVIII, 351 S.

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ZEFIR-Forschungsbericht; 5