Überlegungen zu einer integrationsorientierten Regionalpolitik.
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DE
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Berlin
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ZLB: Kws 29/153
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Abstract
In der Diskussion um neue Entwicklungsperspektiven für ländliche Räume werden positive Wirkungen der internationalen Zuwanderung aufgeführt, z.B. Auslastung der Infrastrukturen, Behebung des Fachkräftemangels und die Sicherung des öffentlichen Nahverkehrs. Obwohl in kleinen Gemeinden ein großes Potenzial im Hinblick auf verfügbaren Wohnraum, soziale Nähe und Ehrenamt besteht, sollte die Regionalpolitik sich bei der Integration von Geflüchteten auf Mittelzentren und möglicherweise gut ausgestattete Grundzentren konzentrieren, da hier die notwendigen sozialen Infrastrukturen bestehen oder weiter entwickelt werden können, vor allem weil Mobilität das große Hindernis in dünn besiedelten Regionen für Flüchtlinge darstellt. Eine Voraussetzung für die soziale Integration von Zugewanderten ist das Bewusstsein über die Herausforderungen für die Regionalpolitik und die notwendige Anpassung der Strukturen. Die postmigrantische Situation erfordert es, regionale Ausgleichspolitiken zu überdenken, Wirtschaftsförderung stärker mit sozialen Fragen zu verbinden und generell Migrations- und Regionalpolitik zusammenzuführen. Die Institutionalisierung neuer Organisationseinheiten, die Umwandlung von bislang ehrenamtlichen Kümmerern zu formal Beschäftigten für Integrationsaufgaben und eine verbesserte Abstimmung der verschiedenen Zuständigkeiten, Träger und Netzwerke sind notwendige Maßnahmen und langfristige Aufgaben. Darüber hinaus erscheint es notwendig, sowohl Geflüchtete als auch Ehrenamtliche in den formellen und informellen Netzwerken zu verankern und auf diese Weise die interkulturelle Kompetenz in den Regionen zu verbreitern. Die ländlichen und regionalen strategischen Konzepte bieten Ansatzpunkte, um Netzwerke und Fördermaßnahmen im Hinblick auf Integrationsaufgaben zu erweitern. Die politischen Diskussionen in den Kommunen werden in Anbetracht von Ressentiments gegenüber Zugewanderten, vor allem Muslimen, nicht einfach werden und erfordern auf regionaler, Landes- und Bundesebene Unterstützung durch Informationen, Austausch und Vorbilder. Regionalpolitische Maßnahmen erfordern neue Prioritätensetzungen, ohne dass Neid- und Abwehrreaktion hervorgerufen werden.
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S. 175-184
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Difu-Impulse; 1/2018