Politische Ökonomie des Bodens und Wohnungsfrage.
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DE
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Bielefeld
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ZLB: Kws 505/235
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Abstract
Der Beitrag bestimmt die zentralen Kategorien Bodenpreis und Grundrente sowie ihr Verhältnis zueinander und gewährt zudem einen Einblick in die zeitgenössischen Debatten um das Verhältnis von Boden- und Wohnungsfrage. In Tradition der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie definieren die Autor*innen die Grundrente als Tauschwert für den monopolisierten Gebrauchswert des Bodens bzw. als Geldsumme, „die der Grundeigentümer jährlich aus der Verpachtung [oder Vermietung] eines Stücks des Erdballs bezieht“. Bei der ökonomischen Verwertung des Grundeigentums handelt es sich demnach um eine Form der Aneignung des gesellschaftlich geschaffenen Mehrwerts, die auf Institution des Privateigentums an Grund und Boden aufbaut. Die drei Autor*innen vertreten hier noch die ältere Theorie städtischer Grundrente basierend auf der Annahme, dass eine relativ homogene Klasse von traditionellen Grundeigentümer*innen ihre Monopolmacht nutzt, um auf Kosten sowohl des Kapitals als auch der Lohnarbeit Bestandteile des Mehrwerts anzueignen. Aktuelle Arbeiten zur städtischen Grundrente bauen zwar auf den Erkenntnissen der älteren Klassiker auf, argumentieren jedoch vor dem Hintergrund von Finanzialisierung und Globalisierung der Grundstücksverwertung, dass es in den letzten Jahrzehnten zu einer Verschmelzung von Kapital und Grundeigentum gekommen sei. Die Durchkapitalisierung des Grundeigentums habe zur Auflösung einer sozial abgegrenzten Klasse von Grundeigentümer*innen geführt, da Boden mittlerweile als reine Finanzanlage und fiktives Kapital analog zu anderen Anlageformen wie etwa Aktien oder Staatsanleihen verwertet wird.
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103-137
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Interdisziplinäre Wohnungsforschung; 2