Demographische Strukturveränderungen und verzögerte Anpassung der Gemeindefinanzen. Beiträge zur Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2010: Ökonomie der Familie - Session: Local Public Debt, No. D17-V1. Conference Paper.
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Berlin
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Abstract
Der Beitrag untersucht mit Hilfe eines partiellen Anpassungsmodells die Auswirkungen der demographischen Entwicklungen in Deutschland auf die Budgets der Kommunen, wobei der Anpassungsdynamik der öffentlichen Haushalte eine besondere Berücksichtigung zukommt. Dazu werden für verschiedene Ausgabenarten unterschiedliche Anpassungsträgheiten unterstellt, um die in der Realität häufiger auftretenden Remanenzeffekte und deren Ausmaße auf die Kommunalhaushalte abbilden zu können. Auf Grund der starken demographischen Veränderungen in Verbindung mit der hohen Demographiesensitivität der Kommunalhaushalte in den ostdeutschen Ländern zeigen sich für deren Kommunen stark abweichende Budgeteffekte im Vergleich zu den Kommunen der westdeutschen Flächenländer. Unsere Simulationen verdeutlichen, dass in einzelnen Ausgabenarten Remanenzeffekte von teilweise beträchtlichem Ausmaß entstehen können, für andere Kategorien hingegen kaum nennenswerte Belastungen einer verzögerten Anpassung der Haushalte an die demographischen Entwicklungen zu erwarten sind. Es zeichnet sich ab, dass die Gesamteffekte jedoch keine unsteuerbar großen Ausmaße annehmen werden. Allerdings können durch Remanenzen entstandene Budget belastende Effekte durchaus recht lange in den Haushalten der Kommunen nachwirken.
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27 S.
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Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2010